Fuhr erst in letzter Sekunde die Bestzeit: Patrick Bernhardt
Das Qualifying der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft auf dem EuroSpeedway Lausitz hätte in der Division 1 spannender kaum sein können: Nach mehrfachen Führungswechseln im Kampf um den besten Startplatz sicherte sich Patrick Bernhardt (Ford Focus ST) in der 30-minütigen Zeitenjagd in letzter Sekunde die Pole-Position. Das Rezept für die Bestzeit gibt der schnellste Mann des Tages selbst: „Auf meiner letzten Runde bin ich in der Zieleingangskurve ganz innen gefahren, um die Ziellinie so früh wie möglich zu überqueren – das hat mir den entscheidenden Vorteil gebracht.“ Dabei hatte der Kaufmann mit starkem Untersteuern zu kämpfen. Knapp geschlagen geben musste sich Franz Engstler im BMW 320i. Eine Hundertstelsekunde Rückstand auf die Bestzeit von Bernhardt bedeuteten Platz zwei in der Startaufstellung für den Wiggensbacher. Claudia Hürtgen im BMW auf Platz drei und Ford-Fahrer Thomas Klenke als Vierter komplettieren den Marken-Mix an der Spitze. Marc Hennerici, Dritter in der Meisterschaft, konnte im Qualifying nicht richtig angreifen. Zwar wurden Probleme mit dem Benzindruck noch rechtzeitig behoben, in den verbleibenden Minuten war dann aber nicht mehr drin als Platz sieben.
Jordan zum zweiten Mal Schnellster in der Division 2
In der Division 2 holte Kai Jordan, Sieger vom Nürburgring, seine zweite Pole-Position der Saison. Der Wolfsburger setzte sich im VW Lupo GTI mit einem Vorsprung von fast fünf Zehntelsekunden an die Spitze. „Der Lausitzring liegt mir und dem Lupo scheinbar gut. Immer wenn ich hier war, hat es super geklappt. Diese Tradition will ich morgen fortsetzen.“ Dabei sitzen ihm morgen fünf Citroën Saxo VTS direkt im Nacken, auf Schützenhilfe seiner Markenkollegen kann er also nicht hoffen. Schnellster der Saxo-Fahrer ist Guido Thierfelder auf Platz zwei.
Claudia Hürtgen schnellste Frau Deutschlands?
Die Chancen für Claudia Hürtgen, mit 240 Punkten Führende in der Division 1, im „Ravenol SpeedWomen Cup 2004“ als Siegerin hervorzugehen, stehen nicht schlecht. Die Damen-Wertung im Rahmen der BERU Top 10 gewinnt die Fahrerin, welche am Saisonende die wenigsten Platzierungspunkte gesammelt hat. Nach sechs von sieben in die Wertung eingehenden Rennergebnissen hat die Aachenerin gerade 15 Zähler auf ihrem Punktekonto. Mit einem Respektabstand folgt eine weitere Frau aus der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft, Jennifer Kölsch. Sie liegt mit 59 Punkten auf Gesamtrang zwei.