Erster Sieger des japanischen WM-Laufes wurde Petter Solberg. Der Subaru-Pilot führte vom Start bis ins Ziel und sorgte für einen wichtigen Heimsieg seines Arbeitgebers. „Ein Riesendank an mein Team und Pirelli, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben“, strahlte der Noch-Weltmeister. Mit Rang zwei und weiteren acht WM-Punkten ist Sebastien Loeb (Citroen) dem Titelgewinn 2004 erneut einen großen Schritt näher gekommen. Markko Märtin komplettierte im Ford Focus das Podium.
Überlegener hätte Solbergs Sieg nicht sein können. „Hollywood“ dominierte in Nippon von der ersten Wertungsprüfung an und bewies einmal mehr die Stärke des Subaru Impreza auf losem Untergrund. Dank seinem dritten Saisonsieg – Solberg hatte zuvor in Neuseeland und Griechenland gewonnen – rückte der 29jährige auf den zweiten Tabellenrang vor. Mit allerdings 30 Punkten Rückstand auf Loeb … „Jetzt freue ich mich auf die RAC“, meinte Petter im Ziel. „Dort habe ich die letzten beiden Jahre gewonnen und auch für dieses Jahr bin ich optimistisch.“ Subaru-Teamkollege Mikko Hirvonen war glücklich, noch als siebter das Ziel zu erreichen. „Nach den Hydraulikproblemen in Prüfung 24 dachte ich, es wäre vorbei.“
Dicht vor seinem ersten WM-Titel steht Sebastien Loeb. Der Franzose hat 30 Punkte Vorsprung bei noch maximal zu vergebenen 50 Zählern. „Ich bin zufrieden. Platz zwei ist in Ordnung und es war eine schöne Veranstaltung. Auch für die kommenden Events bin ich optimistisch.“ Carlos Sainz wurde im zweiten Citroen Xsara fünfter. „Mit meinem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, aber das Team kann stolz sein“, meinte der Spanier. In der Marken-Weltmeisterschaft hat Citroen jetzt 35 Zähler Vorsprung auf Ford.
Nach seinen Aufschriebproblemen der ersten beiden Tage kam Markko Märtin auf der Schlussetappe besser zurecht. „Auf der längsten Prüfung fiel dann leider die Gegensprechanlage aus“, haderte der Este mit dem Pech. Märtin fuhr somit zum sechsten Mal in dieser Saison aufs Podium. Weniger Glück hatte Francois Duval, der in Prüfung 22 rückwärts von der Strecke kreiselte und aufgeben mußte.
Der Getriebe-Wurm hat Peugeot weiter fest im Griff. Weder Marcus Grönholm noch Harri Rovanperä waren somit in der Lage, einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. Grönholm: "Japan war schwierig. Wir haben versucht, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Am ersten Tag sind wir das gleiche Tempo wie die Führenden gefahren, aber leider haben wir auf der zweiten Etappe Zeit verloren. Zum Glück konnte ich Carlos noch hinter mir halten und vierter werden.“ Der verpassten Chance trauerte auch Rovanperä nach. „Ohne das Getriebeproblem wäre ein Spitzenplatz möglich gewesen.“
Im Kampf um den achten Rang und somit letzten WM-Punkt behielt Anthony Warmbold die Oberhand. Mit seinem Ford Focus WRC hatte der Deutsche 0,7 Sekunden Vorsprung auf Toshihiro Arai im seriennahen Subaru Impreza. Neben Arai sorgten Takuma Kamada und Dean Herridge für einen Dreifachsieg der Marke mit den sechs Sternen in der Gruppe N.
Endergebnis nach 27 Wertungsprüfungen:
1. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) 3:43.50,6 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 1.13,3 Minuten
3. Märtin/Park (Ford Focus WRC) + 1.43,3 Min.
4. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 2.17,9 Min.
5. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.31,0 Min.
6. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 307) + 7.26,2 Min.
7. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 9.06,5 Min.
8. Warmbold/Price (Ford Focus) + 18.14,7 Min.
9. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 18.15,4 Min. (1. Gruppe N)
10. Kamada/Kase (Subaru Impreza) + 21.51,2 Min.