Auch Tag zwei der Rallye Japan steht voll und ganz im Zeichen der sechs Subaru-Sterne. „Hollywood“ Petter Solberg entschied sieben der elf Wertungsprüfungen für sich und baute seine Führung auf den Zweitplatzierten Sebastién Loeb auf 1.09 Minuten aus. Hinter dem Citroën Xsara-Piloten konnte sich Markko Märtin mit seinem Ford Focus auf Rang drei (+ 1.40,3 Minuten) vorarbeiten. Auch am Abend der zweiten Etappe sind im Land der aufgehenden Sonne noch alle gestarteten World Rallye Cars mit von der Partie!
Nach dem gelungenen Auftakt vom Vortag zeigte sich Petter Solberg sogar noch stärker. Vom Start weg gab er das Tempo vor und driftete erst einmal fünf Bestzeiten in Folge in den japanischen Schotter, zwei weitere kamen im Laufe des Tages noch hinzu. Für Sebastién Loeb war zwar heute keine Bestzeit möglich, doch mit seinem komfortablen zweiten Rang bewies der Franzose einmal mehr, dass mit ihm auf allen Streckenbelägen zu rechnen ist. Und auch ein zweiter Platz würde dem WM-Spitzenreiter wertvolle Punkte bringen.
Überhaupt war es ein guter Tag für Citroën. Beide Xsara sind in den Top-Vier und die nur gut 25 Sekunden Rückstand von Carlos Sainz auf den Drittplatzierten Märtin lassen noch immer Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung zu. Zumal der erfahrene Spanier zum Ende der Etappe noch einmal richtig aufdrehte und in den Wertungsprüfungen 19 und 20 nicht zu schlagen war.
Markko Märtin haderte erneut mit dem Aufschrieb, doch bei der zweiten Runde der doppelt gefahrenen Prüfungen kam der Este besser zurecht und erkämpfte sich Rang drei. Märtins Teamkollege Francois Duval klagte über die gleichen Probleme, konnte dennoch in WP 17 die schnellste Zeit markieren.
Eine tragische Fortsetzung des Vortags erlebte Peugeot. Nach Rovanperäs Getriebeproblemen auf der ersten Etappe erwischte es nun auch noch Gronhölm. Auf Platz zwei liegend mit nur etwa 20 Sekunden Rückstand auf Solberg kollabierte in WP 13 auch das Getriebe seines 307. Ein Gang nach dem anderen verabschiedete sich, schließlich steckte der Löwe als eher zahnloser Tiger in der dritten Fahrstufe fest. Mehr als eine Minute hatte Marcus Grönholm dadurch verloren.
Dann kassierte der Finne in WP 14 noch eine 10-Sekunden-Strafe für einen Frühstart, er hatte die Kupplung nicht mehr halten können. Auf der nächsten Prüfung legte ein genervter Grönholm dann zwar eine Bestzeit hin, dennoch musste er sich im Etappenziel mit dem fünften Platz zufrieden geben. Harri Rovanperä verlor konstant weiter an Boden und kam von seinem achten Rang nicht herunter.
Solbergs Subaru-Teamkollege Mikko Hirvonen fuhr zwar einige respektable Zeiten heraus, liegt jedoch mit über vier Minuten Rückstand abgeschlagen auf Platz sieben. Ziel des jungen Finnen kann es nur noch sein, ein paar Punkte für Subaru ins Ziel zu retten.
WRC-Ergebnis nach 20 von 27 Wertungsprüfungen:
1. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) 2:38.31,6 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 1.09,2 Minuten
3. Märtin/Park (Ford Focus WRC) + 1.40,3 Min.
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.06,2 Min.
5. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 2.17,8 Min.
6. Duval/Droeven (Ford Focus) + 2.26,4 Min.
7. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 4.07,3 Min.
8. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 307) + 5.20,4 Min.
9. Warmbold/Price (Ford Focus) + 13.16,6 Min.
10. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 13.37,9 Min. (1. Gruppe N)