Formel BMW: Meistertitel für Vettel in Reichweite
Sebastian Vettel ist nach seinem 13 Saisonsieg in Zandvoort nur noch einen Hauch vom Titelgewinn in der Formel BMW ADAC Meisterschaft entfernt. Der 17 Jahre alte Schüler setzte sich am Samstag in den Niederlanden gegen Dauerkonkurrent Atila Abreu und Youngster Sebastien Buemi durch. In der Meisterschaft liegt Vettel mit 287 Punkten vor Abreu mit 213 und Buemi mit 127 Zählern.
"Vielleicht kann ich morgen schon die Meisterschaft perfekt machen. Planen lässt sich so etwas allerdings nicht", sagte ein zufriedener Vettel als er mit seiner Champagnerflasche vom Siegerpodest kletterte. Zuvor hatte er seinen Kollegen Abreu mit dem Prickelgetränk ordentlich eingesprüht. "In den Augen brennt es besonders", gestand der Brasilianer, der in diesem Jahr bereits zwölf Mal von Vettel bei der Pokalübergabe nass gemacht wurde.
"Nach einem Rennen hänge ich möglichst schnell meinen Rennoverall auf die Leine", erzählt Vettel, "allerdings riecht er noch richtig nach Champagner, wenn ich am nächsten Tag ins Auto steige." Die Flaschen der Podiumsfahrer werden immer als Trophäen mit zum Team gebracht. Schließlich haben zahlreiche Teammitglieder durch ihre akribische Arbeit am Auto ein Stück weit zum Sieg "ihres" Fahrers mit beigetragen. Ein Titel krönt die Arbeit der ganzen Saison.
Der Gewinn der Meisterschaft ist mit dem erneuten Sieg für Vettel in greifbare Nähe gerückt. Sollte der Mücke-Pilot, der am Sonntag vor Abreu von der Pole Position ins Rennen geht, erneut gewinnen und der Südamerikaner nicht Zweiter werden, hätte Vettel die Meisterkrone sicher. In der zweiten Wertungsklasse der Rookies rückte Buemi mit seinem dritten Platz im Gesamtklassement an den Führenden heran. Chris Van der Drift führt mit 232 Punkten vor dem jungen Schweizer mit 219 und Adrian Zaugg mit 126 Zählern.
Mit dem Schicksal haderten an diesem Wochenende Tim Sandtler, Fabio Onidi und Natacha Gachnang. Sandtler geriet auf Platz fünf liegend mit dem nachfolgenden Christopher Wassermann aneinander und fiel durch einen Dreher auf Platz 20 zurück. Onidi startete als Dritter ins Rennen und fand sich nach einem Verbremser in der vierten Runde im Mittelfeld wieder. Gachnang musste mit einem Plattfuß vorne rechts an die Box und fuhr danach dem 26 Fahrer starken Teilnehmerfeld hinterher.