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2004-09-02 12:04:56 - ju
WRC: Japans Debüt am kommenden Wochenende

Nach der Rallye Deutschland könnte es in Japan zur zweiten Schlammschlacht kommen
Nach Mexico feiert mit Japan ein weiteres Land sein Debüt in der Rallye-WM. Es ist der elfte von 16 Wertungsläufen zur World Rally Championship (WRC). 27 Wertungsprüfungen auf sehr schmalen, aber schnellen und flüssigen Schotterwegen stehen auf dem Programm. „Hier brauchst Du oft den vierten Gang“, weiß Tabellenführer Sebastien Loeb. Der Taifun Chaba hatte in den letzten Tagen für viel Regen gesorgt und somit das Training erschwert. Ab Samstag soll aber wieder die Sonne rund um das Rallyezentrum auf der Insel Hokkaido scheinen.

Dieses Mal sind die WRC- und heimischen Teams unter sich, denn im Land der aufgehenden Sonne starten weder die Junior-WM (JWRC) noch die Production-Car-WM (PCWRC). Wie angekündet, begann Mitsubishi nach der Rallye Deutschland mit seiner schöpferischen Pause und auch Skoda ist in Japan nicht am Start. Neben den acht Werks-WRC von Subaru, Citroen, Ford und Peugeot hat nur Anthony Warmbold im 2002er-Ford Focus die Reise nach Asien angetreten.

„Auch wenn der Rückstand auf Sebastien Loeb sehr groß erscheint, habe ich noch nicht aufgegeben“, gibt sich Markko Märtin selbstbewusst. „Deshalb versuche ich meinen Rückstand vor allem bei den Schotterrallies in Japan und Großbritannien zu verkleinern." 29 Punkte Rückstand bei nur noch sechs ausstehenden Veranstaltungen ist natürlich eine Menge. „Aber wenn ich nicht daran glaube, brauche ich erst gar nicht zu starten.“

Ford-Teamkollege Francois Duval muss kurzfristig auf Stammbeifahrer Stephane Prevot verzichten, der einen Trauerfall in der Familie zu beklagen hat und nach Belgien zurückgeflogen ist. Als Ersatz kommt nun Philippe Droeven zum Einsatz. Der 42 Jahre alte Copilot war drei Jahre lang Beifahrer von Duval, als dieser seine Karriere begann. In dieser Saison startet Droeven normalerweise in der französischen Meisterschaft mit Emmanuel Guigou. Japan ist erst Droevens dritte WM-Rallye. Bislang startete er nur 1998 mit Larry Cols in Monte Carlo und 2000 mit Dominique Bruyneel in Spanien.

„Von mir aus kann es nicht nass genug sein“, meinte Citroen-Pilot Loeb vor dem Shakedown. „Als erster Fahrer auf der Strecke hätte ich dann einen Vorteil.“ Wie schon in Finnland möchte der Franzose nicht zuviel riskieren und möglichst viele Punkte sammeln. Teamkollege Carlos Sainz gerät somit ein bisschen in die Favoritenrolle, denn dem Spanier lagen bereits in der Vergangenheit neue Rallies immer besonders gut. „Ich weiß zwar auch nicht woran es liegt, vielleicht bin ich dann immer besonders motiviert.“ Ende des Monats wird der 42jährige übrigens entscheiden, ob er auch 2005 an den Start gehen wird.

Nach dem Ausstieg von Toyota und der Pause von Mitsubishi vertritt in der WRC nur noch Subaru die Farben Nippons. „Für unser Team ist dieses Heimspiel extrem wichtig. Daher werden wir unser Bestes geben. Die Chancen stehen gut, die Strecken und der Regen passen gut zu unserem Pirelli-bereiften Impreza“, freut sich Weltmeister Petter Solberg auf die kommenden Tage.

Peugeot-Speerspitze Marcus Grönholm wird alles daran setzen, das Desaster von Deutschland – Unfall nach 500 Metern – wieder wettzumachen. „Die Strecken erinnern mich ein bisschen an Neuseeland und die lagen uns eigentlich immer ganz gut.“ Im zweiten 307 WRC nimmt einmal mehr Harri Rovanperä Platz.

Wichtige Starter Rallye Japan:
WRC: 1 P. Solberg, 2 Hirvonen (beide Subaru Impreza), 3 Loeb, 4 Sainz (beide Citroen Xsara), 5 Grönholm, 6 Rovanperä (beide Peugeot 307); 7 Märtin, 8 Duval (beide Ford Focus); 11 Warmbold (Ford Focus 2002); 31 Arai (Subaru Impreza); 35 Singh (Proton Pert); 36 Kremer (Mitsubishi Lancer).

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 76; 2. Märtin 47; 3. Sainz 46; 4. Solberg 44; 5. Grönholm 42; 6. Duval 39; 7. Hirvonen 19; 8. Tuohino 16; 9. Rovanperä 14; 10. Loix 7; 11. Carlsson 6; 12. Panizzi 5; 13. Robert 4; 14. H.Solberg, Stohl, Perez-Companc, Paasonen und Gardemeister je 3; 19. Valimäki, Ginley und Pozzo je 2; 22. Warmbold, Burri, Vovos und Campos je 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Citroen 125; 2. Ford 96; 3. Subaru 67; 4. Peugeot 65; 5. Mitsubishi 17.


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