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2004-08-31 12:18:19 - ks
DTM: Bleekemolen fährt beim Heimrennen im Vectra

Bei Testfahrten vor konnte Bleekemolen erstmals Erfahrungen im Vectra sammeln
Lokalmatador Jeroen Bleekemolen wird beim achten Lauf zur DTM 2004 im niederländischen Zandvoort (3. – 5. September) erstmals mit einem Opel Vectra GTS V8 starten. Wie sein bisheriges Astra V8 Coupé wird auch das neue Auto vom italienischen OPC Euroteam eingesetzt. Bleekemolen freut sich auf die neue Herausforderung im aktuellen DTM-Auto, warnt aber gleichzeitig vor allzu großen Erwartungen: „Klar, es ist super, dass ich jetzt vor eigenem Publikum im aktuellen Auto fahren kann. Man muss allerdings bedenken, dass das Auto sowohl für meine Mannschaft als auch für mich ganz neu ist, während die anderen Opel-Teams und -Fahrer schon die ganze Saison damit gefahren sind.“

Bleekemolens Umstieg brachte einige reglementbedingte Schwierigkeiten mit sich, die aber einvernehmlich gelöst wurden. Volker Strycek: „Das Reglement der DTM ermöglicht ohne weiteres einen Fahrzeugtausch. Während der laufenden Saison darf man aber nur drei Motoren pro Team mit je zwei Autos benutzen. Wir hätten also eigentlich den Motor aus dem Astra in den Vectra einbauen müssen. Auf Grund der Abmessungen des Motors war das jedoch nicht möglich. Wir mussten somit eine andere Lösung finden.“ Und die lieferte schließlich die DTM-Kommission des deutschen Motorsportbundes DMSB. „Unsere Kollegen von Audi und Mercedes-Benz haben ihre Zustimmung gegeben, dass Jeroen im Vectra GTS V8 mit einem neuem Motor fahren darf - ohne weitere Konsequenzen für ihn. Das war nicht selbstverständlich, ist aber wieder ein Beispiel für die gute und kollegiale Atmosphäre in der DTM“, erklärt Strycek.

Bei Testfahrten vor zwei Wochen auf dem Pannoniaring in Ungarn konnte Jeroen Bleekemolen erstmals Erfahrungen mit seinem neuen Arbeitsgerät sammeln. Für ihn war es „ein großer Schritt nach vorne“. Bleekemolen weiter: „Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt und bin richtig auf den Geschmack gekommen. Nach diesen ersten Runden kann ich das Rennen in Zandvoort kaum noch erwarten.“ Der junge Niederländer hofft auf die nachhaltige Unterstützung seiner Landsleute. „Wenn man, so wie ich, fast das ganze Jahr im Ausland fährt, ist es schön, mal wieder vor heimischem Publikum starten zu können. Die Strecke verläuft fast durch meinen Vorgarten. Ich kann deshalb am Rennwochenende auch in meinem eigenen Bett schlafen. Das können sonst nur die Formel-1-Fahrer in Monaco.“
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