Kai Jordan profitiert vom Ausritt eines starken Thomas Mühlenz
Mit einem Sieg meldete sich Kai Jordan (VW Lupo GTI) in der Division 2 der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft zurück. Der Wolfsburger, beim letzten Lauf auf dem Sachsenring in Führung liegend mit einem Kupplungsschaden ausgeschieden, überquerte nach Platz zwei im Sprintrennen im anschließenden Hauptrennen als Sieger die Ziellinie. Für den Wolfsburger ist es der zweite Saisonerfolg. Zweiter in einem spannenden „Ringkampf“ wurde Guido Thierfelder (Citroën Saxo VTS), der vom letzten Startplatz aus auf das Podium fuhr. Markenkollege und Pole-Sitter Thomas Mühlenz siegte zwar im 15-minütigen Sprint, musste sich nach einem Ausrutscher auf einer Ölspur nur mit Rang drei begnügen.
Die Freude des Siegers Kai Jordan war nach dem zweiten Sieg in dieser Saison groß: „Endlich hat es mal wieder gepasst – nach dem verkorksten Rennen auf dem Sachsenring ist meine Pechsträhne hoffentlich zu Ende“, sagte der überglückliche VW-Pilot. Dabei profitierte der Wolfsburger von einem Ausrutscher des Pole-Sitters Thomas Mühlenz. „Wäre Thomas nicht auf einer Ölspur ausgerutscht, hätte er das Rennen locker gewonnen“, fand der Sieger tröstliche Worte für den stark fahrenden Mühlenz. In Führung liegend drehte sich der Citroën-Fahrer in der siebten von insgesamt 15 Rennrunden auf einer Ölspur und fiel bis auf Rang fünf zurück. In der anschließenden Aufholjagd kämpfte sich der Sieger vom Sachsenring wieder auf einen Podiumsplatz vor. „Die Ölspur war nur ganz schmal und frisch – ich habe einfach Pech gehabt.
Auch wenn heute der Sieg möglich gewesen wäre, bin ich mit Rang drei trotzdem sehr zufrieden“, so der Drittplatzierte. Eine sehenswerte Aufholjagd lieferte auch der Zweite, Guido Thierfelder. „Das war alles, nur nicht langweilig“, beschrieb der Troisdorfer seinen Kampf bis in die Spitze. Nach einem schleichenden Plattfuss im Sprint ging er vom Ende des Feldes aus ins Rennen. „Vom letzten Startplatz auf Rang zwei zu fahren ist natürlich super“, zeigte er sich mehr als zufrieden.
In der Meisterschaft liegt Michael Bohrer, im Sprintrennen Vierter und im Hauptrennen Sechster, weiter mit 195 Punkten in Führung. Der Vorsprung auf Verfolger Michael Neumeister (187 Punkte) ist auch nach dem Lauf auf dem Nürburgring weiterhin hauchdünn – nur sieben Meisterschaftspunkte trennen die beiden Citroën-Piloten. Jörg Schramm (178 Punkte) komplettiert das französische Marken-Trio an der Spitze als Dritter. Mit seinem Sieg hat VW Fahrer Kai Jordan den Anschluss gefunden. 177 Punkte bedeuten momentan Meisterschaftsrang vier.