Heylen profitierte von den Positionskämpfen um Platz zwei
Jan Heylen heißt der Sieger des 13. Saisonrennens des RECARO Formel-3-Cup auf der Sprintstrecke des Nürburgrings. Der Belgier holte sich im Regen einen ungefährdeten Start/Ziel-Sieg. Hinter ihm ging es in der Schlussphase spannend zu: Schließlich setzte sich Jan Seyffarth gegen Ho-Pin Tung durch und wurde als Zweiter abgewinkt. Der Meisterschaftsführende Bastian Kolmsee drehte sich bereits in der Anfangsphase und schied aus.
Für Jan Heylen war es trotz der schwierigen nassen Bedingungen ein relativ ruhiges Rennen. Er gewann den Sprint zur ersten Kurve nach dem Start und konnte seine erste Position immer weiter ausbauen. Nach 15 Runden wurde er schließlich mit einem Vorsprung von 10,190 Sekunden abgewinkt. Der Vorsprung kam unter anderem dadurch zustande, weil sich seine Verfolger Jan Seyffarth und Ho-Pin Tung besonders in der Schlussphase ordentlich bekämpften. In der Mitte des Rennens kassierte Hockenheim-Doppelsieger Jan Seyffarth seinen Kontrahenten Ho-Pin Tung und machte sich gleich aus dem Staub. Doch zwei Umläufe vor dem Fallen der Zielflagge drehte sich der Querfurter wegen Aquaplanings ausgangs Kurzanbindung. Der 18-Jährige und Jüngste im RECARO Formel-3-Cup hatte Glück im Unglück: Er blieb auf der Strecke und kam sogar in Fahrtrichtung zum Stehen. Sofort blies er zur Attacke, denn der rote Dallara-Opel von Ho-Pin Tung war noch nicht weit weg. Und Seyffarth wurde belohnt: In der letzten Runde holte er sich die zweite Position wieder. Tung wurde knapp hinter ihm abgewinkt.
Auf dem vierten Rang sah Timo Lienemann das Ziel. Der Schorndorfer hatte einen mäßigen Start und fiel auf die fünfte Position zurück. Doch der in der Meisterschaft Führende Bastian Kolmsee, der nach dem Start auf Rang drei geführt wurde, drehte sich auf dem nassen Asphalt schon in der dritten Runde und schied aus. Somit gewann Lienemann mit Platz vier einen Rang, den er auch beim Überqueren der Ziellinie noch inne hatte, während Kolmsee keine Meisterschaftszähler verbuchen konnte. Lienemann hat nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf Bastian Kolmsee, der seine Führung somit knapp verteidigen konnte.
Eine gute Performance auf regennasser Piste zeigten auch Thomas Holzer und Marcus Steinel. Der Augsburger Thomas Holzer, Sohn des DTM-Teamchefs Günther Holzer, fuhr von Rang 13 auf den siebten Platz vor. Rookie Marcus Steinel aus der Mannschaft von Franz Wöss begann den Lauf gar nur vom 18. Startplatz, wurde aber schon nach vier Runden als Siebter notiert. Nach einigen heißen Kämpfen mit Michael Devaney, Thomas Holzer, Yari Benedetti und Marcel Leipert reichte es nach 15 Runden immerhin zum achten Rang.