Im zweiten Zeittraining war Kolmsee nicht zu schlagen
Im zweiten Zeittraining auf der Kurzanbindung des Nürburgrings war Bastian Kolmsee nicht zu schlagen. Für den HS-Technik-Piloten ist es die zweite Pole Position im RECARO Formel-3-Cup 2004. Mit den drei Punkten für die beste Startposition hat der Wiehler nun 151 Meisterschaftszähler und damit zwölf mehr als sein ärgster Widersacher Timo Lienemann. Lienemann war nach 25 Trainingsminuten Zweiter vor dem JB-Duo Michael Devaney und Jan Heylen, der am Vormittag die Pole Position für den Samstagslauf erringen konnte.
Der Wettbewerb um die besten Startplätze für das Sonntagsrennen des RECARO Formel-3-Cup gestaltete sich spannend. Erst hatte der Chinese Ho-Pin Tung die Führung inne, dann jagte ihm Timo Lienemann die erste Position ab. Zuerst war sein Vorsprung mit 0,48 Sekunden riesig, doch mehr und mehr näherten sich die Kontrahenten dem Jo-Zeller-Piloten. Jochen Nerpel schaffte es zur Mitte des Qualifyings fast, sich an die erste Stelle zu setzten, ehe Bastian Kolmsee eine verdammt schnelle Rundenzeit in den Asphalt brannte. 1:22,179 Minuten war nun der Maßstab, an den niemand mehr rankam. Timo Lienemann umrundete die 3,618 Kilometer lange Kurzanbindung des Nürburgrings nur 0,103 Sekunden langsamer als Kolmsee, der auch in der Gesamtwertung des RECARO Formel-3-Cup mit ihm um die Führung streitet. Damit wird Timo Lienemann zusammen mit Kolmsee die erste Startreihe für den 14. Saisonlauf des RECARO Formel-3-Cup bilden.
Hinter den beiden wird eine reine JB Motorsport-Startreihe Aufstellung nehmen. Dabei war Michael Devaney 0,09 Sekunden schneller als sein älterer und erfahrenerer Teamkollege Jan Heylen, der schon fünfmal in dieser Saison den besten Startplatz für sich beanspruchte.
Jochen Nerpel konnte über seine fünfte Position strahlen, der 20-Jährige aus Waibstadt konnte sich sogar in den Kampf um die erste Startreihe einschalten. Sein Nachbar in der dritten Startreihe wird Thomas Holzer sein. Der Augsburger haderte nach dem ersten Zeittraining noch mit einem schlechten Set-Up seines Boliden, im zweiten Qualifying hatte er seinen Dallara offenbar besser abgestimmt.
Zufrieden sein kann auch Roland Schmid, der am Nürburgring sein erstes Formel-3-Rennen überhaupt bestreitet. Nach nur zwei Testtagen glänzte der 23-Jährige Schweizer Wirtschaftsstudent aus dem Team Bordoli Motorsport mit dem elften Rang. Der ebenfalls am Nürburgring neu in den Cup eingestiegene Argentinier Franco Coscia beendete sein zweites Zeittraining im RECARO Formel-3-Cup auf dem 16. Rang. Damit musste er sich der einzigen Dame im 20-Köpfigen Starterfeld, der Hammerin Gina-Maria Adenauer geschlagen geben.