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2004-08-27 12:29:23 - ks
F3 Cup: Heylen knapp vor Kolmsee und Lienemann

Der Nürburgring ist Heylen-Pflaster
Am Freitagvormittag präsentierte sich Jan Heylen am besten sortiert: Der Belgier sicherte sich auf dem Sprintkurs des Nürburgrings seine fünfte Pole Position im RECARO Formel-3-Cup. Bastian Kolmsee und Timo Lienemann reihten sich mit geringem Abstand hinter Heylen ein. Insgesamt zehn Piloten lagen innerhalb eine Sekunde, Filip Salaquarda als Zehnter hatte einen Rückstand von 0,914 Sekunden auf den Führenden aus Belgien.

Jan Heylen scheint der Nürburgring zu liegen, der 24-Jährige stellte seinen Dallara-Opel auf den besten Startplatz. Der JB-Pilot wartete die ersten fünf Minuten in der Box und benötigte dann noch weitere zehn Minuten, um die Spitze zu übernehmen. Die verteidigte Heylen – begünstigt auch durch viele gelbe Flaggen - bis zum Ende des Zeittrainings. Bastian Kolmsee, der als Führender des RECARO Formel-3-Cup in die Eifel reiste, musste sich schließlich mit 0,045 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Der HS-Technik-Pilot durfte sich zu Beginn der Session über die erste Position freuen, bis ihn der Ire Michael Devaney verdrängte. Für den zweifachen Saisonsieger und Drittplatzierten im RECARO Formel-3-Cup Michael Devaney aus dem 2003er Meisterteam JB Motorsport reichte es schließlich zum vierten Platz hinter Timo Lienemann.

Positiv überraschte Yari Benedetti, der erst zur Mitte der Saison das JMS-Cockpit seines Landsmanns Claudio Consiglio übernommen hatte. Schon am Sachsenring konnte er sein Potential zeigen, wenn auch nur im freien Training. Auf dem Sprintkurs des Nürburgrings realisierte er immerhin den siebten Rang im ersten Zeittraining und war damit schneller als der Chinese Ho-Pin Tung und Hockenheim-Doppelsieger Jan Seyffarth.

Fast noch überraschender war die Leistung von Frank Brendecke. Der Fahrer und Teamchef in Personalunion fuhr hier erstmals mit dem ehemaligen Felser-Dallara F302, den er gerade erst von Klaus Trella gekauft hatte. Zuvor war Brendecke mit dem älteren Modell Dallara F300 unterwegs. Solchermaßen geflügelt schaffte er mit Rang elf fast den Sprung in die Top10.

Marcel Leipert vergrub seinen Dallara-Opel kurz vor dem Fallen der Zielflagge im Kiesbett der NGK-Schikane, für ihn sprang so nur der 12. Startplatz raus. Cup-Neuling Roland Schmid drehte sich in der Mitte des Qualifyings, konnte aber weiterfahren. Mit dem 14. Platz war der Beste des Trios, das am Nürburgring seinen ersten Auftritt im RECARO Formel-3-Cup absolvierte. Einen Rang dahinter klassierte sich mit Franco Coscia der erste Argentinier im RECARO Formel-3-Cup, der wie Roland Schmid dieses Wochenende im Cup debütiert.
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