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WRC: Mit der Kraft der Zitrone

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Der Sieger der letzten beiden Jahre ist wieder vorne: Sebastien Loeb |
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| Nein, keine Sorge. Dieses ist kein Werbetext für einen neuen WC-Reiniger. Auch wenn der geneigte Leser den Eindruck bekommen könnte, dass die beiden Citroen-Piloten den Rest heute kräftig abgezogen haben. Die erste Etappe der 23. OMV ADAC Rallye Deutschland beendeten Sebastien Loeb und Carlos Sainz nicht nur als Doppelführung für die Zitronen, der drittplazierte Francois Duval liegt schon fast eine Minute zurück. Einen regelrechten Griff ins Klo erlebte Marcus Grönholm, der mit seinem Peugeot 307 nach 600 Metern der ersten Prüfung von der Strecke abkam und aufgeben mußte!
Wenige Minuten vor dem Start zur Auftaktprüfung öffnete Petrus zum ersten – heute aber bei weitem nicht letzten – Mal die Schleusen. Die Creme de la Creme der WRC-Piloten stand ausnahmslos auf profillosen Trockenreifen. Kaum hatte der Einlauf begonnen, folgte auch schon der erste Rohrkrepierer.
Grönholms Heck überbremste in einer mittleren Linkskurve und der Finne rutschte breidseits rechts von der Strecke. Das rechte Hinterrad entwurzelte einen rund vier Meter hohen Baum. Dieser revanchierte sich seinerseits mit dem Bruch der Peugeot-Radnabe. Nachdem der französische Bolide noch (stilecht) eine französische Flagge niedermähte, endete die Fahrt entgegen der Fahrtrichtung im Gebüsch.
"Die Reifen waren einfach noch zu kalt“, erklärte Grönholm gegenüber dem finnischen TV-Sender YLE. „Ich hatte die harte Reifenmischung gewählt, die nach ein paar hundert Metern auf der feuchten Piste noch nicht auf Betriebstemperatur sein konnte. Mein Fehler, tut mir leid!“ In der gleichen Kurve versenkte mit Start-Nummer 86 übrigens auch noch Frank Schröder seinen Opel Astra.
Die ersten beiden Prüfungen verliefen für die Mitsubishi-Mannschaft so-la-la. Nicht Asphalt-Ass Gilles Panizzi machte die Pace, sondern sein Teamkollege Daniel Sola. Carlos Sainz hatte die erste Bestzeit markiert, dicht gefolgt von Loeb. Aber mit nur vier Sekunden Rückstand folgte der ehemalige JWRC-Weltmeister Sola. Die schnelle Gangart endete allerdings noch schneller als befürchtet bereits in WP zwei mit einem Unfall. Damit bleiben Panizzis Teamkollegen – neben Sola noch Kristian Sohlberg und Gianluigi Galli – nicht nur der Cockpit-Rotation, sondern auch der Karosserie-Modulation treu.
Einzig der Belgier Francois Duval konnte auf den ersten acht Prüfungen das Tempo der Zitronen mitgehen, welches die Bestzeiten auf den WP´s zwei und drei belegen. Probleme mit Handbremse und Schaltknauf ließen den Rückstand auf fast eine Minute anwachsen. Ford-Kollege Markko Märtin erwischte gleich mehrfach falsche Reifen und rangiert mit zwei Minuten Rückstand auf Platz fünf. Das blue oval wird derzeit nur getrennt von Weltmeister Petter Solberg. Den Pirelli-Reifen auf dem Subaru Impreza kamen Regen und Kälte sicherlich entgegen, aber auch der Norweger war chancenlos gegenüber den Citroen-Mannen.
Einen guten ersten Tag erlebte das Skoda-Team, wobei Armin Schwarz – einmal mehr – nicht zum guten Abschneiden beitragen konnte. Roman Kresta liegt mit dem besten Fabia WRC auf Platz sieben und auch Schotter-Toni Gardemeister überzeugte auf dem ungeliebten Untergrund mit Rang zehn. Armin Schwarz fing seinen 100. WM-Lauf zunächst mit Zeiten außerhalb der Top Ten an, blies ab Prüfung drei zur Attacke und lag nach WP fünf auf dem guten sechsten Rang. Ein Bremsenproblem - erst stimmte die Balance vorne-hinten nicht mehr, dann bremsten nur noch drei der vier Räder – kostete über drei Minuten und ließen Schwarz auf Platz 15 zurückrutschen.
WRC-Ergebnis nach acht von 24 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 1:18.15,4 Stunden
2. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 26,5 Sekunden
3. Duval/Prevot (Ford Focus) + 58,5 Sek.
4. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 1.10,8 Minuten
5. Märtin/Park (Ford Focus WRC) + 2.00,7 Min.
6. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) + 2.12,6 Min.
7. Kresta/Tomanek (Skoda Fabia) + 2.13,3 Min.
8. Bengue/Escudero (Peugeot 206) + 2.23,6 Min.
9. Robert/Bedon (Peugeot 307) + + 2.28,0 Min.
10. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 2.43,1 Min.
11. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 2.56,0 Min.
12. Sarrazin/Pivato (Subaru Impreza) + 3.06,1 Min.
13. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 3.31,9 Min.
14. Carlsson/Andersson (Peugeot 206) + 4.22,0 Min.
15. Schwarz/Hiemer (Skoda Fabia) + 4.27,5 Min.
wichtige WRC-Ausfälle:
WP 6: Kremer/Berssen (Toyota Corolla) Unfall
WP 2: Sola/Amigo (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 1: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) Unfall
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