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2004-08-16 01:31:22 - ks
Fiesta Cup: Triumphales Heimspiel für Seifert

Carsten Seifert (Mitte) konnte sein Glück kaum fassen
„Mein Herz”, hat Carsten Seifert schon des Öfteren gesagt, „schlägt für den Sachsenring.” Wie sehr der 23-jährige Dresdner die Rennstrecke in Hohenstein-Ernstthal mag, bewies er beim fünften Lauf zum Ford Fiesta ST Cup 2004: Beim freitäglichen Qualifying legte er den Grundstein, am Samstag setzte er die Pole Position in einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg um, und am Sonntag rundete er das Heimspiel mit einem hart erkämpften Erfolg, dem dritten in Serie, zum kompletten Triumph ab. Das alles ausgerechnet am Geburtstagswochenende von Vater Jochen Seifert, der am Freitag 52 Jahre alt geworden war.

„Ich kann es noch gar nicht richtig glauben”, rang Carsten Seifert, immerhin auch noch erster sächsischer Tourenwagen-Sieger auf dem Sachsenring, überglücklich nach Worten: „Es ist einfach phantastisch, unbeschreiblich! Wir sollten hier öfter fahren.”

Mit der beeindruckenden „One-Man-Show” verdrängte Seifert den Österreicher Harald Proczyk vom zweiten Platz des Gesamtklassements und rangiert nun 20 Punkte hinter Harald Hennes (Aachen), dem Tabellenführer und Stallgefährten beim Racing Team East von Ford-Händler Frank Müller. Bei insgesamt 120 Punkten, die in den restlichen Saisonrennen noch vergeben werden, garantiert diese Konstellation Spannung bis zur letzten Runde im Ford Fiesta ST Cup. Für Harald Hennes ging es nach eigener Aussage auf dem „für mich völlig unbekannten Kurs” in erster Linie um Schadensbegrenzung, was ihm mit den Rängen fünf und drei ganz gut gelang. Einigermaßen frustriert hingegen war Harald Proczyk, der zwei Mal Zweiter wurde und sich vor allem am Sonntag mit Seifert und Hennes einen mitreißenden Dreikampf lieferte, dem Wochenende auf dem Sachsenring aber dennoch nicht viel Positives abgewinnen konnte: „Ich war bei jedem Rennen in dieser Saison zwischen Platz zwei und sechs, aber das reicht einfach nicht, um sich Chancen auf den Titelgewinn zu erhalten.”

Von seinem Wochenende als Gaststarter im Ford Fiesta ST Cup auf dem Sachsenring hatte sich Roland Asch eindeutig mehr versprochen: Beim ersten Rennen kam fünf Minuten vor Schluss das Aus durch einen Unfall. „Ich bin über die Curbs gefahren, dann hat das Auto plötzlich versetzt und zwei Mal einen Satz gemacht”, ließ Asch, der passend zum Alter mit der Startnummer 53 an den Start ging, den Unfall am Samstag Revue passieren: „Auf dem Kies ging es ab wie auf Schmierseife. Ich konnte nichts machen.” Der Schwabe schlug mit dem VIP-Ford-Fiesta-ST heftig in einem Reifenstapel ein, überstand den Unfall aber unbeschadet.

Am Sonntag erhielt er in der Startphase einen Schlag auf das rechte Vorderrad des VIP-Ford-Fiesta-ST, der in Kooperation zwischen Ford Motorsport und der „action concept” Film- und Stuntproduktion GmbH aus Hürth bei Köln eingesetzt wird, und musste aufgeben. „Es ist zum Haare raufen”, ärgerte sich Roland Asch. „Da haben die Jungs bei Vizethum so einen tollen Job gemacht und das Auto für den Sonntag wieder aufgebaut – und dann sowas. Das war wirklich ein rabenschwarzes Wochenende hier am Sachsenring.”
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