Am Salzburgring war er noch der Neueinsteiger, der mit seinem Sieg Fahrerkollegen wie Fans gleichermaßen überraschte. Spätestens seit seinem Auftritt auf dem Sachsenring dürfte er der Konkurrenz allmählich unheimlich werden. Die Rede ist von Thomas Mühlenz, der bei seinem zweiten Rennen in der Division 2 der DMSB Produktionswagen-Meisterschaft den zweiten Sieg feierte. Rang zwei und drei im Hauptrennen gingen an seine Citroën-Markenkollegen Guido Thierfelder und Michael Bohrer. Den Sieg im Sprint hatte sich zuvor Kai Jordan auf VW Lupo GTi sichern können.
„Ich habe mich im freien Training voll auf die Abstimmung für das Rennen konzentriert“, erklärte der Bergisch-Gladbacher seine Strategie. „Ich wusste genau, wie ich meine Reifen einteilen musste, was auf dieser Strecke absolut entscheidend war. Ich war sogar ein bisschen überrascht, wie leicht ich in der neunten Runde an Thierfelder vorbei in Führung gehen konnte.“ Tatsächlich hatte Guido Thierfelder mit Reifenproblemen zu kämpfen: „Der Sachsenring ist unheimlich anspruchsvoll – auch für die Reifen. Vorne rechts war die Belastung am größten. Als ich dann ein wenig von der Ideallinie abgekommen bin, konnte Thomas Mühlenz die kleine Lücke nutzen. Danach habe ich ihn auch nicht mehr angegriffen.“ Der spätere Sieger bedankte sich dann auch für die Fahrweise des Troisdorfers: „Guido hat mir Platz zum Atmen gelassen – wirklich fair!“ Zweimal Rang 3 erzielte Citroën-Pilot Michael Bohrer, der sich so auch gleich die Tabellenführung sicherte: „Ich hatte zweimal den Logenplatz bei den Kämpfen um die Spitze. Im ersten Rennen waren es Kai Jordan und Guido Thierfelder, im zweiten Umlauf Thomas Mühlenz und Guido Thierfelder. In beiden Fällen wollte ich mich nicht einmischen – vor allem, um keine Punkte zu gefährden. Schließlich fahre ich um die Meisterschaft und mein Hauptkonkurrent Michael Neumeister war sowieso hinter mir.“
Den 15-Minuten-Sprint hatte VW-Pilot Kai Jordan dominiert. Auch im Hauptrennen führte der Wolfsburger bis zur vierten Runde das Feld der Division 2 an, bis am VW Lupo das Gaspedal brach. Mit einer Runde Rückstand schleppte sich Jordan immerhin noch als Achter ins Ziel. In der Tabelle bleibt Jordan hinter dem Citroën-Trio Michael Bohrer, Michael Neumeister und Jörg Schramm bester VW-Fahrer.