Funke entschied den Sprint und das Rennen für sich
Zum ersten Mal gastierte die DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft am Wochenende auf dem Sachsenring, und es wurde ein Rennen ganz nach dem Geschmack der Fans. Gleich zwei Fahrer prägten das Rennen auf der 3,645 km langen Berg-und-Tal-Bahn: Michael Funke (Ford Focus ST) siegte sowohl im Sprint als auch im 25-minütigen Hauptrennen. BMW-Pilot Franz Engstler erreichte im Rennen den sensationellen zweiten Platz, nachdem der Allgäuer den 15-Minuten-Sprint vom letzten Startplatz aus aufnehmen musste. Dritter wurde Diego Romanini, der zum ersten Mal in seiner Tourenwagen-Karriere das Siegerpodest erklimmen durfte.
„Diesmal wurde meine Fahrt endlich belohnt“, spielte der siegreiche Michael Funke im Ziel auf sein verpasstes Podium vom Salzburgring an. Damals hatte er bei strömendem Regen trotz Slick-Bereifung mit sehenswerter Fahrzeugbeherrschung Rang 4 erreicht. „Hier hat alles gepasst. Nachdem meine Konkurrenten zu Rennbeginn in Zweikämpfen ihre Reifen ziemlich strapaziert hatten und deswegen kaum noch angreifen konnten, habe ich sogar Tempo herausgenommen“, so der Tönisvorster. Einer dieser Konkurrenten hieß Franz Engstler, der fast das komplette Starterfeld überholt hatte. „Dabei habe ich die Reifen natürlich unheimlich beansprucht“, erklärte der BMW-Pilot. „Dann konnte ich am Ende nicht mehr angreifen. Trotzdem bin ich natürlich überglücklich.“ Fast noch überschwänglicher freute sich der einzige Italiener im Feld der Produktionswagen, Diego Romanini: „Ich bin superhappy – vor allem, weil wir große Probleme im Training hatten. Nach meiner Zeit in der Formel 3 fahre ich meine erste Tourenwagen-Saison. Da habe ich noch eine Menge zu lernen, wozu mir mein Teamchef Dieter Wiechers auch reichlich Gelegenheit gibt.“
Marc Hennerici behält hauchdünnen Vorsprung in der Gesamtwertung
BMW-Pilot Marc Hennerici verteidigte seine Tabellenführung: Nach dem Sachsenring-Wochenende liegt der 22-jährige Mayener mit 192 Zählern vor den punktgleichen BMW-Markenkollegen Thomas Winkelhock und Claudia Hürtgen (beide 190). Dabei hatte Hennerici mit Handlingsproblemen zu kämpfen, die er auf eine Rangelei im Sprint mit Michael Funke zurückführte. Tagessieger Funke verbesserte sich auf Rang 6 des Championats: „Im Moment läuft es wirklich gut – dabei kommen meine Strecken sogar erst noch.“