Lienemann gewinnt das Sonntagsrennen auf dem Sachsenring
Timo Lienemann gewann den zwölften Saisonlauf des RECARO Formel-3-Cup, der am Sonntagnachmittag auf dem Sachsenring stattfand. Er setzte sich vom Start weg in Führung und wurde nach 19 Runden als Erster abgewinkt. Jan Heylen und Meisterschafts-Leader Bastian Kolmsee begleiteten Lienemann auf das Siegerpodest, während Franz Schmöller nach einer Kollision mit Jan Heylen seinen zweiten Platz unglücklich verlor.
Timo Lienemann hatte von der Pole Position den besten Start und war folglich Erster, Franz Schmöller und Jan Heylen reihten sich hinter dem Jo Zeller-Dallara ein. Thomas Holzer hatte von Startplatz vier einen eher schwachen Beginn, er fiel aus den Top6 raus.
In den ersten Runden entfernte sich das Spitzentrio mehr und mehr vom ersten Verfolger Bastian Kolmsee, der den Leadern nicht folgen konnte. Bis zur 17. Runde ging zwischen den drei Führenden alles gut, dann verbremste sich Jan Heylen beim Angriff auf Franz Schmöller und rutschte dem Bayern in seinen Dallara-Opel. Der orangefarbene Schmöller-Renner drehte sich und konnte erst als Siebter weiterfahren. Übeltäter Heylen war der Gewinner dieses Zusammenstoßes und wurde fortan als Zweiter notiert. Leader Timo Lienemann war dem Belgier von JB Motorsport allerdings schon zu weit enteilt. Der 19-Jährige Schorndorfer gewann vor den Augen seines Förderers Peter Mücke zum zweiten Mal in dieser Saison, nachdem er in Assen seinen ersten Saisonsieg eingefahren hatte.
Hinter ihm und dem zweitplatzierten Jan Heylen erbte Bastian Kolmsee die dritte Position. Der Wiehler profitierte vom Unfall und anschließenden Dreher von Pechvogel Franz Schmöller und übernahm kampflos Platz drei. Den hatte er allerdings erst beim Überfahren der Ziellinie sicher, denn Thomas Holzer drängelte mächtig in seinem Heck. Im Ziel hatte der Sohn von DTM-Teamchef Günther Holzer einen Rückstand von gerade einmal 0,4 Sekunden.
Nach dem Sachsenring-Auftritt hat Bastian Kolmsee seine Führung im RECARO Formel-3-Cup behalten, der Vorsprung auf Timo Lienemann beträgt noch neun Zähler.
Für Ho-Pin Tung war das Rennen in der zweiten Runde bereits beinahe gelaufen. Auf dem sechsten Platz kollidierte er mit Marcel Leipert, der sich nach einem kleinen Fehler des Chinesen neben den roten van Amersfoort-Dallara setzte. Tung musste den Weg durch das Kiesbett wählen, was ihn ans Ende des Feldes zurückwarf. An den Punkterängen rauschte der 21-Jährige im Ziel denkbar knapp vorbei, sein Widersacher Yari Benedetti aus Italien hatte gerade einmal eine Nasenlänge Vorsprung und erhielt als Belohnung den Zähler für den zehnten Rang. Unfallgegner Marcel Leipert schied nach einem Ausritt in der elften Runde aus.