Mit dem spektakulärsten Rennen in der dreijährigen Geschichte des Diesel-Markenpokals beendete der Alfa 147 Cup seinen ersten Auftritt auf dem Sachsenring. Drei Führungswechsel und unzählige Überholmanöver kennzeichneten das über 15 Runden gehende Sonntagsrennen. Am Ende hatte wie schon am Vortag Marko Hartung (Bad Bibra) die Nase seines 119 kW (160 PS) starken Alfa 147 1.9 JTD vorne. Viel knapper hätte sein Sieg allerdings nicht ausfallen können. Die ersten Fünf trennten bei der Zieldurchfahrt kaum mehr als eine Sekunde.
Hinter Hartung lieferte Georg Braun (Kusterdingen) mit Platz zwei sein bisher bestes Ergebnis im Alfa 147 Cup ab. Als dritter Mann kletterte Michael Schulze (Tagewerben) auf das Siegerpodest, der damit auch die Junior-Wertung (maximal 21 Jahre alt) für sich entschied. Seite an Seite überquerten Christoph Lampert (Feldkirch/A) und Eve Scheer (Köln) die Ziellinie - die schnellste Dame im Alfa 147 Cup musste sich um nur 48 Tausendstelsekunden geschlagen geben. Damit ließ die Schauspielerin ihr Pech vom Samstagsrennen vergessen. Dort war sie - nach der zweitbesten Zeit im Qualifying - schon in der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt worden. Am Sonntag musste sie deshalb von Startplatz 16 ins Rennen gehen.
Den Pokal für den bestplatzierten Gentleman-Driver (älter als 50 Jahre) holte sich zum sechsten Mal in der laufenden Saison Erwin Piro (Heusweiler), der Sechster wurde. Pech hatte dagegen Tabellenführer Markus Lungstrass (Burscheid). Der zunächst in Führung gegangene Junior klagte über Elektrikprobleme, die immer wieder den Motor ausgehen ließen. Lungstrass wurde nur xx, verteidigte aber die Führung in der Gesamtwertung des Alfa 147 Cup.
Mehr Pech hatte Steve Jenkner (Hohenstein-Ernstthal). Der Aprilia-Werkspilot in der Motorrad-WM, der am Samstag noch den 15. Platz belegt hatte, schied beim zweiten Autorennen seines Lebens nach einer Kollision aus. 15 Runden Spaß hatte dagegen Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal), der zweite Gastfahrer aus der Moto-GP. Der Aprilia-Pilot aus der 250-Kubikzentimeter-Klasse landete trotz eines Drehers und eines Ausritts in ein Kiesbett auf Rang 17. "Das ist einfach nur geil, das möchte ich öfter machen", strahlte Heidolf nach der Zieldurchfahrt. "Ich müsste mich nur daran gewöhnen, dass im Alfa 147 Cup mit extrem viel Einsatz gefahren wird."