Bastian Kolmsee setzte sich bereits beim Start an die Spitze
Bastian Kolmsee entschied den elften Saisonlauf des RECARO Formel-3-Cup für sich, der am Samstag am Sachsenring stattfand. Der Wiehler verwies den Iren Michael Devaney und Jan Seyffarth aus Querfurt auf die folgenden Plätze. Timo Lienemann, der vor dem Rennen noch Führende im RECARO Formel-3-Cup schied nach einem Unfall vorzeitig aus. Somit hat sich Bastian Kolmsee wieder an die erste Position in der Gesamtwertung gesetzt.
Der entscheidende Moment des Rennens war der Start, den Bastian Kolmsee von der zweiten Position aus gewinnen konnte. Timo Lienemann kam auf den ersten Metern ebenfalls gut weg, war jedoch in der ersten Kurve außen und wurde so auf den vierten Platz hinter dem JB-Duo Jan Heylen/Michael Devaney zurückgereicht. Wenig später zog auch noch Jan Seyffarth am Zeller-Dallara vorbei, als dieser kurz durch den Dreck neben der Strecke fahren musste.
In der Anfangsphase entwickelte sich ein schönes Duell der beiden gelben JB-Dallara-Opel. Michael Devaney kassierte in der ersten Runde seinen Teampartner Jan Heylen und verteidigte seinen zweiten Rang in der Folge erfolgreich. Gegen Rennmitte stieg plötzlich Rauch aus dem Heck des Heylen-Dallara, bevor es in der 17. Runde ganz vorbei war. Wegen eines Getriebeschadens stellte der Belgier seinen gelben Renner an der Strecke ab. Somit war dem Iren Michael Devaney der zweite Rang bis ins Ziel des 20-Runden-Rennens sicher.
Vorne machte unterdessen Bastian Kolmsee unbeeindruckt von den Geschehnissen hinter ihm die Pace. Der Pilot von HS-Technik drehte vor allem im Anfang eine schnelle Runde nach der anderen. Im Ziel war sein Vorsprung auf über zehn Sekunden angewachsen. Sein härtester Kontrahent um die Führung in der Gesamtwertung des RECARO Formel-3-Cup, der Schorndorfer Timo Lienemann schmiss seinen Renner nach einem Dreher in der 17. Runde in die Leitschienen. Damit hat Kolmsee nun 17 Punkte mehr auf seinem Konto als Lienemann.
Nach dem Ausfall von Jan Heylen erbte Jan Seyffarth den letzten verbliebenen Podestplatz. Für den 18-Jährigen war es nach dem Doppelsieg vom Auftakt in Hockenheim und einem dritten Platz in Oschersleben der vierte Podestplatz in seinem ersten Formel-3-Jahr.
Der Augsburger Thomas Holzer drehte sich in der fünften Runde, dabei musste er den Bayern Franz Schmöller und den Chinesen Ho-Pin Tung in Diensten von van Amersfoort Racing ziehen lassen. Dieses Trio hatte im Ziel in der Reihenfolge Schmöller, Tung, Holzer die Ränge vier bis sechs inne.