Nur 0,066 Sekunden trennen die Top3 beim zweiten Zeittraining zum RECARO Formel-3-Cup, der am Wochenende am Sachsenring gastiert. Die Pole Position sicherte sich Timo Lienemann vor Franz Schmöller und Jan Heylen.
Timo Lienemann machte von Anfang an klar, dass er die Pole Position haben möchte. Nach wenigen Minuten bereits stand sein Name ganz oben in der Ergebnisliste. Damit hat Lienemann nach dem freien Training bereits das zweite Kräftemessen am Sachsenring für sich entschieden. Die Belohnung sind drei Meisterschaftszähler und die zumindest vorübergehende Führung im RECARO Formel-3-Cup. Der Schützling von Jo Zeller hatte im Qualifying vor allem in Franz Schmöller einen harten Gegner. Der Bayer befindet sich am Sachsenring auf einem Formhoch, nach seiner drittschnellsten Zeit im ersten Zeittraining realisierte er im zweiten sogar die zweitbeste Rundenzeit. Gegen Mitte der 30 Minuten brauchte er 1:17,275 Minuten für die 3,645 Kilometer lange Piste in Sachsen. Einziges Problem: Er lenkte seinen Dallara-Opel in der zweiten Hälfe durch ein Kiesbett und beschädigte sich dabei seinen Frontspoiler.
Ein Grund für Schmöllers gute Leistungen ist die Verpflichtung von Sepp Sevignani, der nun als Renningenieur am Dallara-Opel von Franz arbeitet. Vorher stand Sevignani bei den Österreichern von HBR Motorsport in der Formel 3 Euro Serie unter Vertrag.
Die schnellste Zeit von Schmöller konnte auch Jan Heylen, der noch das erste Zeittraining für sich entschieden hatte, nicht mehr unterbieten. Der Belgier in Diensten von JB Motorsport steckte im Verkehr fest und musste sich nach der Pole Position für das ersten Rennen am Samstagnachmittag für den zweiten Lauf mit dem dritten Startplatz zufrieden geben. Thomas Holzer zeigte ebenfalls eine gute Performance und darf am Sonntagnachmittag von der vierten Startposition aus ins Rennen gehen.
Den routinierten Formel-3-Piloten Franz Schmöller, Jan Heylen und Thomas Holzer auf den Rängen zwei bis vier gelang es, fast alle aufstrebenden Rookies in Schach zu halten. Einzig Lienemann wurde von dem Trio nicht bezwungen. Mit Bastian Kolmsee folgt der zweitbeste Rookie auf dem fünften Rang. Der in der Gesamtwertung des RECARO Formel-3-Cup auf den zweiten Platz zurückgefallene HS-Technik-Pilot vergrub seinen Dallara-Opel am Ende der Session ins Kiesbett, damit war an eine Verbesserung nicht mehr zu denken.
Michael Devaney und Ho-Pin Tung komplettieren die Top7, die in minimale 0,306 Sekunden passt. Besonders eng geht es zwischen dem Schnellsten Lienemann und dem Drittplatzierten Jan Heylen zu: gerade einmal 66 Tausendstel Sekunden trennen die Top3.