Luki Scheuer (Mitte) war ein Urgestein des Nürburgrings
Am Dienstag den 10. August 2004 verstarb plötzlich und unerwartet Luki Scheuer, der Pressesprecher der VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring). Der 63-Jährige war seit 1999 Presse-Ansprechpartner der Langstrecken-Serie und stand dem Championat und seinen Aktiven mit Sachverstand und Engagement zur Verfügung. Schon zuvor hatte der hauptberufliche Motor-Redakteur der Rhein-Zeitung als echtes „Nürburgring-Urgestein“ die Entwicklung der VLN begleitet. „Der Tod von Luki ist ein großer Verlust für die VLN und die deutsche Motorsportszene“, sagt VLN-Geschäftsführer Karl-Heinz Gürthler.
Der „Eifeler mit Leib und Seele“, wie sich Scheuer gern selbst bezeichnete, kannte und lebte den Nürburgring mit seiner legendären Nordschleife wie kaum ein anderer. Seine Fachkompetenz und seine Liebe zum Nürburgring übertrugen sich auch auf die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, die in den vergangenen Jahren auch durch diesen Einsatz eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung nahm. Das Fahrerlager war für Scheuer sein zweites Zuhause. Er pflegte alte und neue Freundschaften und bereicherte Gespräche immer wieder mit Anekdoten und Geschichten aus fünf Jahrzehnten Nürburgring-Historie. Auf der Eifel-Strecke hatte er 1953 beim Großen Preis von Deutschland zum ersten Mal Motorsportluft geschnuppert.
„Die VLN verliert mit Luki Scheuer nicht nur einen treuen Weggefährten, sondern auch einen guten Freund“, so Gürthler weiter. „Wir danken ihm für alles, was er für uns und unsere Meisterschaft geleistet hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.“
Die Beisetzung findet am Montag den 16. August 2004 um 15.00 Uhr in Niederzissen statt.