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JWRC: Wieder Andersson vor Katajamäki

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Die Gelben haben wieder zugeschlagen: Andersson siegt vor Katajamäki |
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| Erneuter Doppelsieg für Suzuki, und wieder siegt Per-Gunnar Andersson vor Kosti Katajamäki. Hatte in der Türkei der Schwede am Ende 6,4 Sekunden Vorsprung, so waren es dieses mal bei der Neste Rally Finland 13,3! Die beiden Skandinavier beherrschten den vierten Lauf zur Junior World Rally Championship (JWRC), welches nicht zuletzt 16 von 22 möglichen Bestzeiten dokumentieren. Mit etwas Glück und über drei Minuten Rückstand wurde Nicolas Bernardi im Renault Clio dritter. Der Franzose verteidigte somit die Tabellenführung.
Etwas überraschend hatte zunächst Opel-Pilot Kris Meeke den besten Start. Colin McRaes Schützling markierte die ersten beiden Bestzeiten und führt auch noch nach Prüfung drei das JWRC-Feld an. Ein Reifenschaden in WP vier warf den Nordiren zunächst zurück, ein Unfall in WP neun bedeutete das endgültige Aus. Per-Gunnar Andersson ließ für sich in Prüfung vier die erste Bestzeit notieren und setzte sich an die Spitze. Einzig der Finne Kosti Katajamäki konnte das Tempo des Schweden mitgehen. Und die beiden lieferten sich einen erbitterten Kampf, der an Spannung kaum zu überbieten war.
Der Abstand zwischen den beiden Suzuki-Piloten betrug nach WP sieben 6,9 Sekunden, nach WP elf 1,9. In Prüfung 15 ging der Lokalmatador erstmals mit 4,7 Sekunden Vorsprung in Führung. Nur eine Prüfung später drehte Andersson den Spies wieder um und hatte nun seinerseits mit 0,6 (!) Sekunden die Nase vorn. Im Ziel des zweiten Tages (nach WP 18) lag der 23jährige Schwede mit 3,4 Sekunden in Front. Diese verwandelten sich in 3,5 Sekunden Rückstand, als der 27jährige Finne zum Auftakt der letzten Etappe mächtig auftrumpfte. Wiederum eine WP später schlug das Pendel wieder Richtung Andersson aus (- 3,3 Sekunden). Auf den beiden Schlussprüfungen konnte der Türkei-Sieger den Abstand um weitere zehn Sekunden ausbauen und freute sich mächtig über den zweiten Sieg in Folge.
Bis zum letzten Tag sah es so aus, als könnten Mirco Baldacci und Urmo Aava für einen Vierfach-Triumph der rollenden Kühlschränke – die gelben Ignis sehen nicht nur so aus, in Finnland gibt es wirklich einen Kühlschrank gleichen Namens zu kaufen - sorgen. Doch Monte Carlo-Sieger Bernardi ließ nichts unversucht, noch aufs Treppchen zu fahren. Auf der vorletzten Prüfung ging der Renault-Pilot am viertplazierten Aava vorbei. Die 31,1 Sekunden auf Baldacci erschienen für die Finalprüfung aussichtslos, doch ein Reifenschaden beim Italiener kostete fast 45 Sekunden. Somit behauptet der 28jährige Franzose auch nach dem vierten von sieben Meisterschaftsläufen weiter die in Führung in der JWRC, dicht gefolgt von Andersson und den punktgleichen Wilks, Aava und Katajamäki.
Bernardis Teamkollege Larry Cols fuhr als sechster zum dritten Mal in die WM-Punkteränge. Mit Xavier Pons und Luca Cecchettini kamen zwei Asphalt-Spezialisten auf die Plätze sieben und acht. Mathieu Biasion, ein Neffe des zweifachen Weltmeisters Massimo Biasion, verpasste als neunter knapp seinen ersten WM-Punkt. Und die Briten Nathalie Barratt erreichte als zehnte zum ersten Mal die Zielflagge in 2004. Alessandro Broccoli fiel zum dritten Mal in Folge aus, nachdem er seinen Fiat Punto in der berühmten Linkskurve von Myllypohja (WP 4) zu Ratatouille verwandelte. Renault-Pilot Oliver Marshall, eigentlich „Mister Zuverlässig“ im Rahmen der JWRC, machte es den Herren Lindholm und Sohlberg gleich und rollte in Ouninpohja (WP 12) ab.
JWRC-Endergebnis nach 22 Wertungsprüfungen:
1. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) 3:29.11,6 Stunden
2. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 13,3 Sekunden
3. Bernardi/Fortin (Renault Clio) + 3.05,7 Minuten
4. Baldacci/Bernacchini (Suzuki Ignis) + 3.17,0 Min.
5. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 4.49,2 Min.
6. Cols/Godde (Renault Clio) + 5.37,0 Min.
7. Pons/Julia (Fiat Punto) + 13.08,1 Min.
8. Cecchettini/Arena (Renault Clio) + 14.20,2 Min.
9. Biasion/Domenesch (Fiat Punto) + 16.51,7 Min.
10. Barratt/Williamson (MG) + 24.13,5 Min.
wichtige JWRC-Ausfälle:
vor WP 19: Betti/Rosso (Peugeot 206) technischer Defekt
WP 15: Scorcioni/Daddoveri (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 12: Marshall/Parry (Renault Clio) Überschlag
nach WP 10: Tabaton/Rovegno (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 10: Rautenbach/Sturla (Opel Corsa) technischer Defekt
WP 9: Meeke/Patterson (Opel Corsa) Unfall
WP 8: Chicherit/Baumel (Citroen Saxo) technischer Defekt
WP 7: Wilks/Pugh (Suzuki Ignis) Unfall
WP 4: Broccoli/Agnese (Fiat Punto) Unfall
WP 3: Latvala/Antilla (Ford Fiesta) Unfall
WP-Bestzeiten:
Andersson 10; Katajamäki 6; Meeke 2; Baldacci, Wilks, Cols und Bernardi je 1.
Stand in der JWRC:
1. Bernardi 24; 2. Andersson 21; 3. Wilks, Aava und Katajamäki je 16; 6. Cols 12; 7. Baldacci 11; 8. Pons 8; 9. Meeke 6; 10. Broccoli, Marshall und Chicherit je 5; 13. Cecchettini 3; 14. Rautenbach 2.
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