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WRC: Vorschau Neste-Rallye Finland

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Grönholm ist optimistisch, den ersten 307-Sieg zu "landen" |
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| Vom 6. bis 8. August steht wieder das Weitsprungspektakel rund um die knapp 198.000 finnischen Seen auf dem Programm. Die Neste Rallye Finland, als „1000 Seen Rallye“ zu Weltruhm gekommen, ist so etwas wie der heimliche Höhepunkt im Rallye-WM-Kalender. 1000 Sprünge, 1000 Kuppen, 1000 Seen und 350.000 Zuschauer. Und das bei gerade einmal 4,5 Millionen Einwohnern…
Der finnische Weltmeisterschaftslauf ist die neunte von 16 Veranstaltungen im WRC-Kalender 2004 sowie Runde vier für die Junior-WM JWRC. Das Rallyezentrum ist einmal mehr im zentralfinnischen Jyväskylä. 22 Wertungsprüfungen (=382,71 Kilometer) auf weiten und flüssigen Schotterpisten machen die Neste-Rallye zu einem der schnellsten Events der Saison. Nahezu alle WM-Piloten mögen diese Rallye, auch die nicht finnischen Fahrer. Und mit Carlos Sainz (1990) und Didier Auriol (1992) konnten sich bereits zwei Mitteleuropäer in die Siegerliste eintragen. Die einheimischen Piloten zählen standesgemäß zu den großen Favoriten. Zuletzt 1954 (!) stand kein Finne auf dem Podium!
Mit insgesamt sechs Siegen ist Markku Alen, der „Erfinder“ des „Maximum Attack“, Rekordsieger. Tommi Mäkinen hatte bislang fünfmal die Nase vorn, und das von 1994 bis 1998 sogar in Serie. Marcus Grönholm siegte von 2000 bis 2002 dreimal in Serie, ehe der Doppelweltmeister im Vorjahr von Markko Märtin entthront wurde. Für dieses Jahr ist Grönholm optimistisch, endlich den ersten Saisonsieg für den Peugeot 307 zu landen – und dann auch noch in der Heimat. Mit Argentinien-Sieger Carlos Sainz ist nur noch ein weiterer ehemalige Sieger (1990) am Start.
Der Kreis der Favoriten ist dieses Jahr gross. Citroen: Sainz ist auf Schotter immer stark und Tabellenführer Sebastien Loeb könnte angesichts des grossen Vorsprungs auch „voll auf Sieg fahren“. Juuso Pykälistö steuert einen dritten Xsara WRC. Peugeot setzt auf einhundert Prozent Finnland: Grönholm und Rovanperä werden von Sebastian Lindholm in einem weiteren 307 WRC unterstützt. Nicht zu vergessen die auf losem Untergrund bärenstarke Kombination Petter Solberg-Subaru-Pirelli. Bruder Henning fährt übrigens erneut einen Peugeot 206 des Bozian Teams.
Bei Ford nimmt neben Markko Märtin wie schon in Schweden Janne Tuohino im Marken-WM-punkteberechtigten Focus mit der Nummer acht Platz, Francois Duval pilotiert einen dritten Werks-Focus. Wieder dabei ist auch das Skoda-Team, wo vor allem Toni Gardemeister und Jani Paasonen zu den ganz schnellen „Heim-Ascaris“ zählen. Im dritten Fabia WRC sitzt Armin Schwarz.
Die Sieger der letzen Jahre:
2003 Märtin (Ford Focus); 2002-2001 Grönholm (Peugeot 206); 1999 Kankkunen (Subaru Impreza); 1998-1994 Mäkinen (Mitsubishi Lancer/Ford Escort); 1993 Kankkunen (Toyota Celica); 1992 Auriol (Lancia Delta); 1991 Kankkunen (Lancia Delta); 1990 Sainz (Toyota Celica); 1989 Eriksson (Mitsubishi Galant); 1988-1987 Alen (Lancia Delta); 1986-1985 Salonen (Peugeot 205); 1984 Vatanen (Peugeot 205).
Wichtige Starter 54. Neste Rally Finland:
WRC: 1 P. Solberg, 2 Hirvonen (beide Subaru Impreza), 3 Loeb, 4 Sainz (beide Citroen Xsara), 5 Grönholm, 6 Rovanperä (beide Peugeot 307); 7 Märtin, 8 Tuohino (beide Ford Focus); 9 Panizzi, 10 Sohlberg (beide Mitsubishi Lancer); Pykälistö (Citroen Xsara), Warmbold, Duval und Viita (alle Ford Focus); Carlsson und H. Solberg (beide Peugeot 206); Lindholm (Peugeot 307); Gardemeister, Paasonen und Schwarz (alle Skoda Fabia).
Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 61; 2. Solberg 44; 3. Märtin und Sainz je 34; 5. Grönholm 32; 6. Duval 29; 7. Hirvonen 18; 8. 8. Rovanperä 14; 9. Tuohino 12; 10. Carlsson 6; 11. Panizzi 5; 12. Loix 4; 13. H.Solberg, Stohl ind Perez-Companc je 3; 16.5. Valimäki, Ginley und Pozzo je 2; 19. Warmbold, Burri, Vovos und Campos je 1.
Stand in der WRC (Marken):
1. Citroen 98; 2. Ford 71; 3. Subaru 64; 4. Peugeot 51; 5. Mitsubishi 14.
Stand in der JWRC:
1. Bernardi 18; 2. Wilks 16; 3. Aava 12; 4. Andersson 11; 5. Cols 9; 6. Katajamäki 8; 7. Meeke, Pons und Baldacci je 6; 10. Broccoli, Marshall und Chicherit je 5; 13. Cecchettini und Rautenbach je 2. |  |