Mit der Premiere zur Endurance 100 Trophy bricht die Interserie am 7.-8.August auf dem EuroSpeedway Lausitz zu neuen Ufern auf. Damit kehrt die über 30 Jahre bestehende Traditionsrennserie zu ihren Wurzeln zurück und möchte vor allem der internationalen Sportwagen- und GT-Szene ein Betätigungsfeld mit überschaubaren Kosten zwischen den großen Rennen bieten. Das Reglement ist dem der aktuellen LMES angelehnt und verspricht für alle Vollblutracer und Privatiers ein breitgefächertes Feld an Sportwagen- und GTs.
In den beiden Divisionen sind sechs Fahrzeugklassen untergebracht. Die Division 1 ist den Sportwagen vom LMP1, LMP2 bis hin zu den SR1 und SR2, sowie allen CN-Sportwagen vorbehalten. In der Division 2 tummeln sich die GTs unterteilt nach GTS, GT, N-GT und Cup- Fahrzeugen. Selbst die offenen, zweisitzigen Sportwagen bis 1,5 Liter mit Motorradmotoren sind in dem wohl einmaligen Reglement verankert. Von diesem Mix versprechen sich die Organisatoren der Interserie eine große Markenvielfalt und Spannung auf der Rennstrecke.
Im 100 Minuten- Rennen ist ein Boxenstopp Pflicht. Ob sich zwei Piloten ein Cockpit teilen, ob das Fahrzeug zum nachtanken muß, diese Entscheidungen sind den Teams selbst überlassen. Interserie-Präsident Friedrich Dudichum sagt: „Wir wollen das Reglement so einfach wie möglich gestalten, um viele Teams anzulocken.“
Zur Premiere der Interserie Endurance 100 Trophy auf dem Lausitzring haben Teams aus verschiedenen Championaten des internationalen Langstreckensports ihre Teilnahme zugesagt. Passend zur großen Premiere wird das Siegerauto des 24 Stunden Rennens von Daytona (2002), der Dallara- Judd 4,0 Liter, mit Fredy Lienhard und Didier Theys am Steuer, sein Deutschlanddebüt feiern.
Im Schlagabtausch auf dem 4,534 Kilometer langen Grand Prix Kurs des EuroSpeedway Lausitz wird auch der Ex- Konrad-Lola-Ford von Patrick und Alexander Zajelsnik ein Wort mitreden. Mit dabei ist Renauer-Motorsport aus Österreich mit dem SR2-Tampolli-Alfa aus dem ehemaligen Sportwagen-Weltcup.
Mehrere Sportwagen mit 3,0 Liter und 2,0 Liter Hubraum aus der Sports Car Challenge und der tschechischen Langstreckenmeisterschaft sind des Weiteren in der Division 1 der Sportwagen vertreten. Bei den GTs werden einige Porsche-Teams mit internationaler Erfahrung erwartet.
Das erste Endurance-Wochenende der Interserie findet innerhalb der Nissan World Serie statt. Ganz klar will man an die Sportwagen-Zeiten der Traditionsrennserie anknüpfen. Mit einem abwechslungsreichen Teilnehmerfeld und einigen hochkarätigen Teams startet die Interserie in eine neue Ära. Dazu kann man eigentlich nur viel Erfolg wünschen und hoffen, dass viele Teams diesen Weg mitgehen.