Vettel setzte sich souverän von seinen Konkurrenten ab
Sebastian Vettel fuhr beim elften Meisterschaftslauf der Formel BMW ADAC Meisterschaft am Nürburgring zu seinem neunten Saisonsieg. Der 17 Jahre alte Hesse setzte sich gegen die beiden Eifelland-Piloten Atila Abreu und Christopher Wassermann durch. In der Meisterschaft führt Vettel nach elf von 20 Rennläufen mit 207 Zählern, dahinter folgen Abreu (156 Punkte) und Sebastien Buemi (94 Punkte).
"Um mich in der ersten Kurve gegen Abreu zu behaupten, habe ich auf der letzten Rille gebremst", gestand Vettel nach der Siegerehrung. Einmal vorne genoss der Schüler das Ferienvergnügen der besonderen Art. Vettel, der die elfte Klasse des Gymnasiums besucht und seit knapp zwei Wochen Sommerferien hat, setzte sich souverän von seinen Konkurrenten ab. In den beiden letzten Runden kämpfte er dann nicht mehr gegen die anderen Fahrer, sondern gegen Insekten: "Zwei dicke Brummer sind gegen mein Visier geprallt. Da musste ich in Rechtskurven immer ein bisschen um die Ecke schielen."
Einen Doppelerfolg auf dem Podium feierten Abreu und Wassermann. Die beiden Piloten leben bei Teamchef Albert Hamper in einer Wohngemeinschaft. "Das gemeinsame Nudelkochen hat doch was gebracht", sagte Wassermann mit einem Schmunzeln. Endlich konnte der 18 Jahre alte Österreicher an die Erfolge seines Teamkollegen anknüpfen. Mit seinen zwei vierten Plätzen am Norisring zeigte der Österreicher zuletzt eine aufsteigende Tendenz. Wassermann will jedoch mehr: "Morgen starte ich von Platz drei. Da geht vielleicht noch was."
Ihre furiosen Erfolge bei den Testtagen im tschechischen Brünn (zweimal Tagesbestzeit) konnte die erst 16 Jahre alte Natacha Gachnang am Nürburgring in Punkte umsetzten. Sie belegte am Samstag den vierten Platz von insgesamt 27 Startern. "Natürlich freue ich mich, wenn es jetzt voran geht", sagte die Wahl-Augsburgerin. Eine ganz besondere Unterstützung erhielt Gachnang in der Startaufstellung. Schauspieler Oliver Bender ("Gute Zeiten, Schlechte Zeiten") stand als Gridboy am Auto der Schweizerin.
Für eine Überraschung sorgte Andreas Ciecior, der mit Platz fünf ebenso wie Kollege Andre Pablo Sander mit Rang zehn seine beste Saisonplatzierung erzielte.