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24h Spa: Theissen: „Zählen nicht zu den Favoriten“

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Die BMW M3 GTR fahren nach BELCAR-Reglement |
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| Sieben Wochen nach dem Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring steht für BMW der zweite Einsatz bei einem Langstrecken-Klassiker in dieser Saison auf dem Programm. Am 31. Juli/1. August 2004 startet Team BMW Motorsport mit zwei BMW M3 GTR beim 24-Stunden Rennen in Spa-Francorchamps.
Am Steuer des Autos mit der Startnummer 142 werden sich die Sieger vom Nürburgring - Hans-Joachim Stuck, Dirk Müller und Jörg Müller - abwechseln. Pedro Lamy, Antonio Garcia, Kurt Mollekens und Andy Priaulx treten im BMW M3 GTR mit der Startnummer 143 an. Für die technische Betreuung der beiden 500 PS starken GT-Sportwagen ist erneut die bewährte Einsatzmannschaft von Schnitzer Motorsport unter der Regie von Teammanager Charly Lamm verantwortlich.
Dieselbe fehlerfreie Leistung - sowohl im Cockpit als auch in der Box - die den doppelten Triumph auf der Nürburgring-Nordschleife ermöglichte, möchte Team BMW Motorsport auch auf der 6,947 Kilometer langen Berg- und Talbahn in den Ardennen abliefern. "In Spa zählen wir sicher nicht zu den Favoriten auf den Gesamtsieg", erklärt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Die Konkurrenzsituation ist eine andere als auf dem Nürburgring. Wir starten mit dem BMW M3 GTR nicht in der höchsten Klasse, sondern in der Gruppe 2. Starter aus der Gruppe 1, Fahrzeuge aus der FIA GT-Meisterschaft, sind uns leistungsmäßig klar überlegen, teilweise um gut 150 PS. Es geht für uns also zunächst um einen Klassensieg."
Auch in Sachen Regelwerk gibt es in Spa Veränderungen im Vergleich zum Rennen in der "Grünen Hölle": Die BMW M3 GTR fahren nach BELCAR-Reglement. Das Antiblockiersystem ist demnach erlaubt, der Einsatz der Traktionskontrolle und der mobilen Datenübertragung GPRS hingegen verboten. Über das GPRS-System war es Theissen während des Rennens auf den Nürburgring möglich, sich jederzeit von Montréal aus, wo zeitgleich der Grand Prix von Kanada stattfand, über das Geschehen auf der Nordschleife zu informieren. In Spa-Francorchamps lässt er es sich jedoch nicht nehmen, das Rennen direkt an der Strecke zu verfolgen.
Der malerische Kurs bietet den Fahrern eine der spektakulärsten Kurvenpassagen der Welt, Eau Rouge, sowie mehrere schnelle Geraden. In Kombination mit traditionell wechselhaftem Wetter ist Spa eine immense Herausforderung. Seit 1924 wird dort das 24-Stunden-Rennen ausgetragen. BMW Tourenwagen feierten seither insgesamt 21 Gesamtsiege. Zuletzt konnten Alan Cudini, Marc Duez und Eric van de Poele 1998 in einem BMW 320i gewinnen.
Auf fünf Piloten von Team BMW Motorsport sowie auf die Schnitzer Mannschaft kommt in Belgien eine zusätzliche Herausforderung zu: Neben ihrem Einsatz beim 24-Stunden-Rennen treten Priaulx, Garcia, Mollekens, Dirk Müller und Jörg Müller auch für die BMW Länderteams in der FIA European Touring Car Championship an. Der Zeitdruck ist immens: Um 14:17 Uhr endet am Samstag planmäßig das zweite ETCC-Rennen. Lediglich drei Minuten später beginnt die Fahrerpräsentation für das 24-Stunden-Rennen. |  |