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2004-07-18 00:23:40 - ju
WRC: Citroen auf dem Weg zum Doppelsieg

Aus in WP 19 für den bisherigen Spitzenreiter Marcus Grönholm
Die drittletzte Wertungsprüfung (WP) des zweiten Tages zur Rallye Argentinien brachte die Vorentscheidung: Der lange Zeit führende Marcus Grönholm kam mit seinem Peugeot 307 in WP 19 von der Strecke ab und mußte aufgeben. Der Spanier Carlos Sainz übernahm somit zum zweiten Mal nach WP acht die Spitze und hat nun rund 1.40 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Sebastien Loeb. Der drittplazierte Francois Duval liegt bereits fast vier Minuten zurück.

Bis zu Grönholms Unfall zählte der achte WM-Lauf zu den spannendsten. Zunächst übernahm Weltmeister Petter Solberg das Zepter. Dank drei Bestzeiten auf den ersten vier Prüfungen lag der Norweger mit 12,1 Sekunden Vorsprung in Front. Doch eine Wasserdurchfahrt in WP 5 bekam dem Boxermotor unter der Subaru-Haube überhaupt nicht. Zunächst verlor Solberg nur ein paar Minuten, in Prüfung neun mußte er endgültig aufgeben.

Marcus Grönholm übernahm nun die Führung, aber Altmeister Carlos Sainz ließ Dank bester Saisonleistung nicht locker. Die Differenz schwankte zwischen 1,6 und 3,0 Sekunden und in WP 8 zog der Spanier sogar vorbei. Der finnische Doppelweltmeister eroberte Platz eins aber in WP 9 zurück und sollte diese bis zu seinem Abflug nicht mehr abgeben. 16,4 Sekunden betrug der Abstand nach WP 16, zum Zeitpunkt des Unfalls trennten die beiden Doppelweltmeister 12,9 Sekunden.

Sainz und Loeb steuern nun auf einen ungefährdeten Doppelsieg zu. Für Loeb ein Riesenschritt in Richtung WM-Titel und für die Citroen die halbe Miete im Kampf um die Marken-WM. Ob Sainz seinem jungen französischen Teamkollegen am letzten Tag Platz machen muss, bleibt abzuwarten. Loebs Vorsprung in der Tabelle jedenfalls wächst und wächst: Der direkte Verfolger Petter Solberg ging nach seinem Motorschaden leer aus. Und auch der Tabellendritte Markko Märtin (Ford Focus) kassierte nach seinem Überschlag in WP 5 den dritten Nuller in Folge. Teamkollege Francois Duval hält als dritter die Flagge für das blue oval hoch.

Um Rang vier könnte es auf der Finaletappe noch einmal spannend werden: Mikko Hirvonen im verbliebenen Subaru Impreza und Grönholms Teamkollege Harri Rovanperä sind nur durch knapp zwei Minuten getrennt. Hirvonen hatte wie Solberg nach einer Wasserdurchfahrt Motorprobleme, Rovanperä verlor aufgrund von Lenkungsproblemen mehrere Minuten in Prüfung sieben.

WRC-Ergebnis nach 19 von 26 Wertungsprüfungen:
1. Sainz/Marti (Citroen Xsara) 3:14.20,3 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 1.37,1 Minuten
3. Duval/Prevot (Ford Focus) + 3.57,1 Min.
4. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 8.44,3 Min.
5. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 307) + 10.39,6 Min.
6. Perez-Companc/Volta (Peugeot 206) + 13.31,3 Min.
7. Pozzo/Stillo (Subaru Impreza) + 16.25,1 Min. (1. Gruppe N)
8. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) + 17.08,0 Min.

wichtige WRC-Ausfälle:
WP 19: K.Sohlberg/Lindström (Mitsubishi Lancer) Getriebe
WP 19: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) Unfall
WP 9: P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) Motor
WP 5: Märtin/Park (Ford Focus WRC) Überschlag

Gruppe N-Ergebnis nach 19 von 26 Wertungsprüfungen:
1. Pozzo/Stillo* (Subaru Impreza) 3:30.45,4 Stunden
2. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer) + 1.12,6 Minuten
3. Sola/Amigo (Mitsubishi Lancer) + 1.18,7 Min.
4. Paasonen/Vainikka (Mitsubishi Lancer) + 2.16,5 Min.
5. Beltran/Galindo* (Subaru Impreza) + 2.36,1 Min.
6. Stohl/Minor (Mitsubishi Lancer) + 2.51,0 Min.
7. Ferreyros/Garcia* (Subaru Impreza) + 6.34,3 Min.
8. Al-Attiyah/Patterson (Subaru Impreza) + 11.06,5 Min.
9. Martinez/Amelio (Mitsubishi Lancer) + 16.44,2 Min.
10. Concha-Espinoza/Kember (Mitsubishi Lancer) + 22.04,0 Min.
* = nicht in PCWRC eingeschrieben

wichtige PCWRC-Ausfälle:
WP 14: Ligato/Curletto (Subaru Impreza) Unfall
WP 10: Arai/Sircombe (Subaru Impreza) technischer Defekt
WP 9: Higgins/Gibson (Subaru Impreza) technischer Defekt
WP 8: Vollak/Kölbach (Mitsubishi Lancer) Radaufhängung
WP 2: Singh/Oh (Proton Pert) Motor


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