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2001-01-16 00:24:50 - ks
F3: Mücke auch 2001 in der Formel 3

Nach seinem Premierenjahr in der höchsten deutschen Formelklasse hat sich der Berliner Stefan Mücke für ein weiteres Jahr entschieden. In einem Gespräch mit der Berliner Zeitung erläutert der 19-jährige seine Gründe. "Diese Klasse kommt der Formel 1 am nächsten", begründet Mücke seine Wahl. Nicht nur vom finanziellen Aspekt gesehen lukrative Angebote hat der von Mercedes unterstützt und geförderte Fünfte der diesjährigen Meisterschaft ausgeschlagen. Angebote aus der Formel 3000 und der ChampCar konnten an seiner Entscheidung nicht rütteln. "In der Formel 3000 sind die Autos zu alt, da gewöhnt man sich an schlechtes Fahrverhalten. Für ChampCar bin ich noch zu jung, es fehlt mir an Erfahrung", glaubt Stefan Mücke. Das Angebot aus den USA reizte ihn dennoch. Jaques Villeneuve, Alex Zanardi und der BMW-Williams Neuzugang Juan Pablo Montoya schafften den Sprung aus der amerikanischen Profiserie in die Formel 1. "Mit 400 Sachen in den Ovals fahren, ist schon sehr gefährlich", sieht Mücke aber eine große Gefahr. "Da sterben jedes Jahr zwei bis drei Leute."
Für die nächste Saison gilt es jetzt erst mal das Budget zusammenzubekommen. 800.000 bis 1,2 Millionen für einen Fahrer. Denn zum Saisonauftakt am 20. April gehen zwei Fahrer für Mücke-Motorsport an den Start. Der 20-jährige Markus Winkelhock, Sohn des tödlich verunglückten ehemaligen Formel-1-Piloten Manfred Winkelhock, wird sein neuer Teamkollege im Kampf um die Meisterschaft. "Wir können uns bei der Fahrzeugabstimmung gegenseitig helfen", sieht Mücke den Vorteil.
Sein erstes Jahr in der deutschen Formel-3-Meisterschaft sieht Mücke als ein reines Lehrjahr. "Zu Saisonbeginn war Platz fünf das Ziel. Aber ich hätte auch locker weiter vorn landen können", resümiert er. "Es war schon komisch, in wie viele Unfälle ich unverschuldet verwickelt war", fügt er hinzu, denn das Team aus Altglienicke drang in eine von rheinischen Ställen beherrschte Hierarchie ein. Aber, "Alles nicht so wichtig, ich habe viel gelernt. Vor allem, dass man probieren muss, in jedem Lauf anzukommen. Da gilt es auch, manchmal zurückzustecken." Im Gedächtnis vieler ist der junge Berliner wohl geblieben, immerhin konnte er sich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen und zwei Rennsiege erzielen.
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