Räikkönen, Schumacher und Barrichello auf dem Podium
Mit der minimalen Anzahl an Boxenstopps das Maximale herausgeholt: Michael Schumacher siegte im elften Rennen der Formel 1-Weltmeisterschaft 2004 beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone bereits zum zehnten Mal. Der Kerpener gewann vor Kimi Räikkönen und seinem Teamkollegen Rubens Barrichello. BAR-Honda-Pilot Jenson Button fuhr bei seinem Heimspiel auf Rang vier. Das Ferrari-Duo sammelte damit in den elf Saisonrennen knapp 88 Prozent aller möglichen Punkte für die Konstrukteurswertung, mehr als doppelt so viel wie die Verfolger.
Vom Sieg trennten die aufwändig überarbeiteten Silberpfeile nur noch wenige Sekunden: Nach einer beeindruckenden Vorstellung feierte McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen seinen zweiten Rang fast wie einen Sieg. Der 24-jährige Finne, der bereits am Samstag mit der dritten Pole Position seiner Karriere aufhorchen ließ, konnte sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze setzen. Nach der ersten Boxenstopp-Runde jedoch übernahm Michael Schumacher die Führung, da er auf eine andere Strategie gesetzt hatte. Eine Safety-Car-Phase kurz vor Rennende spitzte den Kampf um den Sieg zwischen dem Ferrari-Piloten und Räikkönen noch einmal zu – am Ende jedoch eilte der Titelverteidiger seinem zehnten Saisonerfolg entgegen.
Das BMW WilliamsF1 Team erlebte einen reibungslosen britischen Grand Prix, in dem sich Juan Pablo Montoya dank einer guten Rennstrategie und optimaler Boxenstopps vier WM-Punkte für Platz fünf erarbeitete. Marc Gené, der in Silverstone erneut Ralf Schumacher vertrat, kam als Zwölfter ins Ziel.
Einem enttäuschenden Grand Prix konnte das Renault F1 Team noch einen positiven Aspekt abgewinnen: Jarno Trulli überstand in Runde 40 ausgangs von Turn 13 – der „Bridge”-Kurve – einen heftigen Unfall unverletzt. Der Italiener wurde zur Beobachtung ins Medical Centre gebracht. Als Ursache des Unfalls kommt ein Defekt der Hinterradaufhängung infrage.