Bei den beiden Superbike-Rennen am 3. und 4. Juli auf dem Salzburgring lagen für den bayrischen Piloten Jürgen Oelschläger (Honda) Freud und Leid dicht beieinander. Nachdem er den Samstagslauf nach einer beeindruckenden Aufholjagd gewonnen hatte, wollte er einen Tag später seinen Sieg wiederholen. Kurz vor Ende des Rennens hatte er attackiert und sah schon wie der erneute Sieger aus, als er unter Bedrängnis in der letzten Kurve wegrutschte und ausschied.
Beide Rennen der Superbikes bildeten den Höhepunkt des Gastspiels der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Salzburgring an diesem Wochenende (3./4. Juli). Vor 16.500 Besuchern zeigten sich die beiden Piloten des alpha Technik Van Zon Honda Teams aus dem nahen Stephanskirchen (Bayern) in bester Verfassung. Auch die österreichische Superbike-Armada mit Andreas Meklau, Robert Ulm, Christian Zaiser und Günther Knobloch zeigte sich auf dem Highspeed-Kurs hoch motiviert.
Im Training hatte sich Robert Ulm (Suzuki) seine bereits dritte Pole Position der Saison gesichert. In den Rennen kam er als Zweiter
(Sonntag) bzw. Vierter (Samstag) ins Ziel. Andy Meklau (Suzuki), Ulms Ex-Teamkollege aus der Superbike-Weltmeisterschaft, schaffte zwei dritte Plätze. Christian Zaiser (Suzuki) komplettierte das gute Abschneiden der österreichischen Suzuki- Piloten mit den Rängen 6
(Samstag) und 4 (Sonntag).
Trotz der heftigen österreichischen Gegenwehr hatten einmal mehr in dieser Saison Michael Schulten und Jürgen Oelschläger mit ihren Honda Fireblade die Nase vorn. Oelschläger "schluckte" den führenden Schulten am Samstag in der letzten Runde. Schulten gewann das Sonntagsrennen, nachdem Oelschläger eingangs der Zielgeraden gestürzt war.
Bester Yamaha-Pilot des Wochenendes war Stefan Scheschowitsch mit zwei fünften Plätzen. Für Kawasaki kam Stefan Sebrich am Samstag auf Rang 11 und am Sonntag auf Rang 12.
In der Meisterschaft hat Schulten seine Führung weiter ausgebaut.
Er hat jetzt 185 Punkte und liegt 57 Punkte vor Oelschläger. Meklau und Ulm folgen mit jeweils 98 Punkten dahinter. In der Herstellerwertung führt nach acht Läufen weiterhin Honda vor Suzuki und Yamaha.