Das Audi Sport UK Team Veloqx feierte beim zweiten Lauf der European Le Mans Series einen dominanten Doppelsieg. Pierre Kaffer und Alan McNish überquerten nach sechs Stunden auf dem Nürburgring GP-Kurs im Audi R8 Prototypen die Ziellinie als Sieger vor Johnny Herbert und Jamie Davies. Das Schwesterauto hatte am Ende eine Runde Rückstand auf die Spitze. Die Polesitter Nicolas Minassian und Jamie Campbell Walter schafften im Zytek DBA 035 den Sprung auf das Siegerpodest.
"Was für ein Rennen! Es hat unheimlich Spaß gemacht, hier zu fahren", so Pierre Kaffer. "Es war noch spannender als in Monza. Hier oben am Nürburgring zu gewinnen, auf meiner Heimstrecke, ist phantastisch. Ich bin einfach nur glücklich. Danke an das Team und alle, die diesen Sieg möglich gemacht haben - natürlich inklusive Allan, der einen super Job gemacht hat."
Die Distanz von 1000 Kilometern wurde aufgrund des wechselhaften Eifelwetters nicht absolviert. Die Sieger brachten es nach 180 Runden auf eine Gesamtdistanz von 924,66 Kilometern. Das Rennen war geprägt von unzähligen Drehern und Ausritten neben die Strecke, von denen auch die Spitzengruppe nicht verschont blieb. Sonnenschein und Regen wechselte sich permanent ab, die richtige Reifenwahl war ein entscheidender Faktor. Ein Ausrutscher wegen Aquaplanings und ein schleichender Plattfuß kostete Kaffer/McNish fast eine Runde und warfen das deutsch-schottische Duo vorübergehend auf Rang fünf zurück. Mit einer eindrucksvollen Aufholjagd fuhren sie aber wieder an die Spitze.
Mit dem Doppelsieg gelang dem britischen Audi Importeur die Revanche für die knappe Niederlage bei den 24 Stunden von Le Mans. Der Le Mans-Siegerwagen vom Audi Sport Japan Team Goh wurde in Schlussphase von einem sich drehenden GT-Fahrzeug getroffen. Der dadurch notwendig gewordene Wechsel der linken Hinterradaufhängung brachte das japanische Team um die Siegchance und einen Podiumsplatz. Seiji Ara und Rinaldo Capello beendeten das Rennen auf Rang vier.
Jean René de Fourmoux und Jean Bernard Bouvet sahen zwar im Welter Racing V6 als Sieger der LM P2-Klasse die Zielflagge, wurden aber kurze Zeit später aufgrund von Unstimmigkeiten an der Airbox disqualifiziert. Jean-Marc Gounon, Alexander Frei und Sam Hancock erbten im Courage C65-AER den Klassensieg.
Pedro Lamy, Christophe Bouchut und Steve Zacchia siegten im Ferrari 550 Maranello in der LM GTS-Klasse mit 52.8 Sekunden Vorsprung auf Uwe Alzen, Michael Bartels und Franz Konrad im Saleen S7R. Die LM GT-Klasse gewannen Adam Jones und Sascha Maassen im Porsche GT3 RSR des Cirtek Motorsport Teams.