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F3 Cup: Devaney fährt motiviert in die Lausitz

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Devaney führt die Tabelle mit 77 Punkten an |
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| Eine deutliche Leistungssteigerung und vor allem eine enorme Ausgeglichenheit im RECARO Formel-3-Cup ist unübersehbar. Konnte im Vorjahr noch der erfahrene Brasilianer Joao Paulo de Oliveira die Debütsaison der neuen Formel-Rennserie in Deutschland souverän für sich entscheiden, so teilen sich 2004 schon vier verschiedene Piloten die Rennsiege. Dabei ist erst das erste Saisondrittel mit seinen sechs Rennen absolviert!
Vor den beiden nächsten Läufen auf dem EuroSpeedway Lausitz, am 03. und 04. Juni, ist nicht nur deshalb Spannung angesagt, immerhin hatten die Teams und ihre Piloten sechs Wochen Zeit, den hektischen Saisonstart zu verarbeiten. Höhen und Tiefen lagen dabei für einige dicht beieinander. Beispiel Jan Seyffarth. Der Jüngste im Feld kassierte beim Auftakt in Hockenheim den Doppelsieg – nicht schlecht, für einen 17-Jährigen, der seine erste Formel-3-Saison bestreitet. Die Konkurrenz war geschockt und gewarnt. Der tiefe Fall kam für Seyffarth im niederländischen Assen, dem einzigen Auslandsauftritt des RECARO Formel-3-Cup. Dort holte der Ostdeutsche in den Läufen fünf und sechs nicht einen einzigen Punkt.
„Das kann gefährlich werden“, urteilt Michael Devaney, „der Cup ist in diesem Jahr hart umkämpft, man sollte also kontinuierlich punkten.“ Der Ire hat derzeit gut Lachen, führt er doch nach zwei Siegen und einer Pole-Position die Tabelle mit 77 Punkten an – und Devaney hat bislang tatsächlich immer gepunktet. Noch nie, in der knapp 30-jährigen Geschichte der Formel 3 in Deutschland stand ein Mann von der irischen Insel auf dem ersten Tabellenplatz.
Entsprechend motiviert reist Michael Devaney in die Niederlausitz. Aber auch Timo Lienemann sieht seine Chance. Zwei dritte Plätze und ein Sieg brachten dem 19-Jährigen aus Schorndorf den zweiten Tabellenplatz ein. Gefolgt von Bastian Kolmsee aus Wiehl – auch er hat bereits einen Sieg feiern können.
Während der RECARO Formel-3-Cup 2004 vor allem für die zehn Rookies ein guter Nährboden zu sein scheint, tun sich die Etablierten noch schwer. Zwei Mal stand Franz Schmöller aus dem bayrischen Hauzenberg bereits auf dem Siegerpodest, der Sprung nach ganz oben gelang dem ehemaligen Formel-BMW-Piloten jedoch noch nicht. Auch Thomas Holzer, Sohn des DTM-Teamchefs Günther Holzer, ist längst nicht dort, wo er eigentlich hingehört. Der Name Holzer steht nur auf dem neunten Tabellenplatz. Immer wieder werfen den 18-Jährigen aus Augsburg unglückliche Umstände meist unverschuldet aus dem Rennen. Berührung, Dreher, Ausfall – so lautet die schlichte Bilanz.
Für einige der hoffnungsvollen Talente wird es also richtig ernst am ersten Juli-Wochenende auf dem EuroSpeedway. Sie müssen nach vorn, koste es was es wolle. Dabei ist die Konkurrenz noch härter geworden, immerhin präsentiert sich in der Niederlausitz ein Feld in Grand Prix-Stärke: 24 Autos stehen am Start. Wie sich die Jungs im RECARO Formel-3-Cup schlagen, kann man auch dieses Mal wieder vor dem Fernseher verfolgen. Am Mittwoch, 07. Juli, berichtet das DSF in seiner Magazinsendung zwischen 21.15 Uhr und 22.00 Uhr wie so oft auch wieder vom RECARO Formel-3-Cup. |  |