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2004-06-27 15:56:27 - ju
JWRC: Per-Gunnar Andersson führt Suzuki-Dreifachsieg an

Schwedenhappen: Andersson siegt in der Türkei
Dritter Lauf, dritter Sieger: Der Schwede Per-Gunnar Andersson siegte in der JWRC-Wertung bei der Rallye Türkei vor seinen Suzuki Ignis-Markenkollegen Kosti Katajamäki aus Finnland und dem Briten Guy Wilks. Nur acht der 20 gestarteten Teams erreichten das Ziel, darunter fünf Suzuki. Trotz seines Ausfalls bleibt der Franzose Nicolas Bernardi (Renault Clio) Tabellenführer vor Wilks und Urmo Aava (Estland).

Auf der ersten Prüfung hatte Mirco Baldacci im Suzuki Ignis die Führung übernommen, auf Prüfung zwei dann aber an Guerlain Chicherit (Citroen Saxo) abgegeben. Monte Carlo-Sieger Bernardi rollte seinen Renault Clio in WP zwei, verlor viel Zeit, konnte aber weiterfahren. Mit Bestzeiten auf den Prüfungen vier bis sechs ging Baldacci erneut in Führung. Per-Gunnar Andersson und Kosti Katajamäki verloren zunächst durch Reifenschäden auf der dritten Prüfung Zeit. Andersson hielt sogar zum Räderwechsel an, Katajamäki fuhr auf der Felge weiter. An einen möglichen Sieg dachten zum Ende der ersten Etappe beide sicherlich nicht ...

Die zweite Etappe wirbelte das Klassement mächtig durcheinander. Baldacci behielt trotz zwei Reifenschäden in WP elf die Führung. Auch Katajamäki hatte mehrere Reifenschäden, so dass Andersson Anschluss an die beiden Markenkollegen finden konnte. Vor dem Finaltag waren die drei nur durch 12,1 Sekunden getrennt, Suzuki belegte die ersten fünf Plätze. Nur noch drei weitere Teams sahen das Etappenziel.

Gleich in der Auftaktpüfung des Schlusstages büßte Baldacci nach einem Reifenschaden dreieinhalb Minuten ein. Andersson übernahm die Führung und gab diese nicht mehr ab, auch wenn Katajamäki mit Bestzeiten auf den Prüfungen 15 und 17 alles versuchte. Im Ziel fehlten dem Finnen nur 6,4 Sekunden zum Sieg. Citroen-Pilot Chicherit wurde vierter vor Urmo Aava und dem unglücklichen Baldacci. Conrad Rautenbach holte im Opel Corsa seinen ersten beiden JWRC-Punkte und Olly Marshall fuhr zum zweiten Mal in Folge in die Punkteränge.

JWRC-Endergebnis nach 17 Wertungsprüfungen:
1. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) 5:24.56,2 Stunden
2. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 6,4 Sekunden
3. Wilks/Pugh (Suzuki Ignis) + 57,6 Sek.
4. Chicherit/Baumel (Citroen Saxo) + 2.58,7 Minuten
5. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 3.46,7 Min.
6. Baldacci/Bernacchini (Suzuki Ignis) + 5.35,7 Min.
7. Rautenbach/Sturla (Opel Corsa) + 14.30,8 Min.
8. Marshall/Pary (Renault Clio) + 38.14,2 Min.
alle anderen Teilnehmer ausgefallen

wichtige JWRC-Ausfälle:
WP 11: Bernardi/Fortin (Renault Clio) Unfall/Radaufhängung gebrochen, zuvor Überschlag WP 1
WP 9: Pons/Julia (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 9: Broccoli/Agnese (Fiat Punto) Getriebe
WP 9: Cecchettini/Arena (Renault Clio) TD
WP 4: Latvala/Antilla (Ford Fiesta) Motor
WP 3: Tabaton/Rovegno (Fiat Punto) Unfall
WP 3: Barratt/Williamson (MG) Batterie
WP 3: Biasion/Domenesch (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 3: Meeke/Patterson (Opel Corsa) Motor
WP 3: Cols/Godde (Renault Clio) Motor
WP 2: Betti/Rosso (Peugeot 206) technischer Defekt

WP-Bestzeiten:
Baldacci und Wilks je 5; Bernardi und Katajamäki je 2; Chicherit, Broccoli und Andersson je 1.

Stand in der JWRC:
1. Bernardi 18; 2. Wilks 16; 3. Aava 12; 4. Andersson 11; 5. Cols 9; 6. Katajamäki 8; 7. Meeke, Pons und Baldacci je 6; 10. Broccoli, Marshall und Chicherit je 5; 13. Cecchettini und Rautenbach je 2.


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