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WRC: Was hat Timo Rautiainen in den Po gepiekst?

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Mysteriöser Popiekser im Peugeot 306 bei Grönholm/Rautiainen |
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| Es gibt manchmal Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann man einfach nicht erklären. So geschehen auf der heutigen elften Wertungsprüfung der Rallye Türkei, dem siebten Lauf zur Weltmeisterschaft. „Alles lief ganz normal, als Timo neben mir plötzlich laut schrie“, sagte Marcus Grönholm im Ziel der Wertungsprüfung. „Ein Gegenstand hatte sich durch das Bodenblech und durch seinen Sitz in seinen Allerwertesten gebohrt. Einfach unglaublich! Timo hatte starke Schmerzen und ich mußte langsam werden. Ich versuchte, ihn mit Worten zu beruhigen. Als es besser ging, habe ich das Tempo wieder erhöht.“
Über Funk hatte das Duo bereits den Peugeot-Teamarzt zur Service-Zeitkontrolle beordert. „Timo hat weiterhin starke Schmerzen, aber wir können wohl weiterfahren. Leider können wir nicht feststellen, was ihn gepiekst hat, aber es muss etwas sehr spitzes gewesen“, vermutete Grönholm, dessen Beifahrer Timo Rautiainen auch gleichzeitig sein Schwager ist. „Diese Aktion hat uns rund 15 Sekunden gekostet. Das ist genau die Zeit, die uns im Etappenziel auf Sebastien Loeb fehlt.“
Der Franzose führt auch nach dem zweiten Tag die Rallye Türkei an. Der Citroen-Pilot begann den Tag mit einer Bestzeit (WP 8), ehe Grönholm eine Prüfung später konterte. Da Loeb in Prüfung neun auch noch einen Frühstart hinlegte, addierten sich zehn Strafsekunden hinzu und der Finne ging in Führung, die er trotz Bestzeit von Loeb in WP 10 behaupten konnte. In Prüfung elf dann der mysteriöse Popiekser und die neuerliche Führung für Loeb. Weltmeister Petter Solberg markierte im Subaru auf den letzten beiden Prüfungen des Tages (12 und 13) jeweils die Bestzeit und liegt mit nur 50,4 Sekunden Rückstand weiter auf Platz drei.
Turbulent war der Kampf um Rang vier. Im Verlauf des Tages war Peugeot-Pilot Harri Rovanperä an Francois Duval im Ford und Carlos Sainz (Citroen Xsara) vorbeigezogen. Doch auf der letzten Prüfung des Tages kollabierte das Getriebe, der Finne mußte aufgeben. Da Duval in Prüfung zehn über zwei Minuten wegen einer defekten Antriebswelle verlor, liegt Sainz nun mit zwei Minuten Vorsprung auf Rang vier. Dem spanischen Ex-Weltmeister machen vor allem die hohen Temperaturen, bis zu 40 Grad im Schatten, zu schaffen.
In der Junior-World-Rally-Championship (JWRC) für Super 1600-Fahrzeuge geht die (gewohnte) Ausfallorgie weiter. Von den ehemals 20 gestarteten Fahrzeugen sind nur noch acht dabei. An der Spitze liegen mit Mirco Baldacci, Per-Gunnar Andersson, Kosti Katajamäki, Urmo Aava und Guy Wilks fünf (!) Suzuki Ignis-Piloten – und die auch nur durch eineinhalb Minuten getrennt. Bereits die ersten beiden Rallyetage haben gezeigt, dass am Ende nicht der Schnellste gewinnen wird, sondern der, der die wenigsten Reifenschaden und technischen Probleme an seinem Fahrzeug hatte.
WRC-Ergebnis nach 13 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 3:50.09,3 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 15,9 Sekunden
3. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 50,4 Sek.
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.15,9 Minuten
5. Duval/Prevot (Ford Focus) + 4.14,8 Min.
6. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 5.01,4 Min.
7. Tuohino/Aho (Ford Focus) + 8.42,2 Min.
8. H.Solberg/Menkerud (Peugeot 206) + 11.23,6 Min.
9. Warmbold/Price (Ford Focus) + 15.31,6 Min.
10. Yazici/Okan (Ford Focus WRC) + 16.25,9 Min.
27. Märtin/Park (Ford Focus WRC) + 55.12,6 Min.
wichtige WRC-Ausfälle:
WP 13: Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 307) Getriebe
WP 4: Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) Elektrik
WP 2: Carlsson/Andersson (Peugeot 206) Unfall
JWRC-Ergebnis nach 13 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Baldacci/Bernacchini (Suzuki Ignis) 4:19.54,1 Stunden
2. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 9,4 Sekunden
3. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 12,1 Sek.
4. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 46,2 Sek.
5. WIlks/Pugh (Suzuki Ignis) + 1.34,1 Minuten
6. Chicherit/Baumel (Citroen Saxo) + 2.38,5 Min.
7. Rautenbach/Sturla (Opel Corsa) + 11.50,0 Min.
8. Marshall/Pary (Renault Clio) + 36.37,8 Min.
alle anderen Teilnehmer ausgefallen
wichtige JWRC-Ausfälle:
WP 11: Bernardi/Fortin (Renault Clio) Unfall/Radaufhängung gebrochen, zuvor Überschlag WP 1
WP 9: Pons/Julia (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 9: Broccoli/Agnese (Fiat Punto) Getriebe
WP 9: Cecchettini/Arena (Renault Clio) TD
WP 4: Latvala/Antilla (Ford Fiesta) Motor
WP 3: Tabaton/Rovegno (Fiat Punto) Unfall
WP 3: Barratt/Williamson (MG) Batterie
WP 3: Biasion/Domenesch (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 3: Meeke/Patterson (Opel Corsa) Motor
WP 3: Cols/Godde (Renault Clio) Motor
WP 2: Betti/Rosso (Peugeot 206) technischer Defekt
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