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WRC: Überraschende Führung für Loeb

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Zweimal abgesoffen: Markko Märtins Ford Focus |
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| Etwas überraschend führt nach der ersten Etappe zur Rallye Türkei, dem siebten Lauf zur Weltmeisterschaft, Sebastien Loeb mit seinem Citroen Xsara. Mit 7,5 Sekunden Rückstand folgt Marcus Grönholm im Peugeot 307 auf Platz zwei, Subaru-Pilot Petter Solberg ist dritter. „Mit dem Ergebnis hatte ich selbst nicht gerechnet, aber das Wetter kam uns entgegen“, freute sich der Franzose im Ziel.
Die Rallye Türkei ist eigentlich bekannt für seine harten und steinigen Schotterpfade. Aber starke Regenschauer in den letzten beiden Tagen haben die Wege teilweise in Schlamm verwandelt. Etliche Wasserdurchfahrten sind dazu gekommen. Eine schwierige Aufgabe für die Teilnehmer, fanden sie beim Abfahren der Prüfungen am Montag und Dienstag doch trockene Bedingungen vor. „Die Reifenwahl wird zur Lotterie“, sagte Harri Rovanperä schon vor dem Start. Sebastien Loeb und Marcus Grönholm kamen hiermit am besten zurecht.
„Im Gegensatz zu sonstigen Schotterrallies hatte ich heute keinen Nachteil, als erster zu starten“, meinte Loeb. „Auto und Reifen waren perfekt, von mir aus kann es so weitergehen.“ Auch Teamkollege Carlos Sainz, der bei den letzten Veranstaltungen bei weitem nicht das Tempo seines jungen Kollegen mitgehen konnte, meldete sich mit guten Zeiten zurück in der Weltspitze. In Prüfung fünf verbuchte der Spanier sogar eine Bestzeit für sich, Loeb war in WP zwei und drei am schnellsten.
Marcus Grönholm fährt weiterhin seinem ersten Saisonsieg hinterher. Und auch in der Türkei wird Loeb sicherlich nicht kampflos die Führung hergeben. Der Finne markierte in WP sechs eine Bestzeit und hat im Etappenziel nur 7,5 Sekunden Rückstand. „Differentialprobleme haben mich in den Prüfungen vier und fünf rund 20 Sekunden gekostet.“ Teamkollege Harri Rovanperä mußte Prüfung drei sogar komplett ohne funktionierendes hinteres Differential bestreiten und büßte hierdurch fast zwei Minuten ein. Als sechster mit nur 1.40 Minuten Rückstand ist für den Finnen aber auch noch alles möglich, wie die Bestzeit in Prüfung vier beweist.
Petter Solberg erlebte einen aufregenden Tag. Gleich in der ersten Prüfung des Tages kostete ein Dreher rund zwölf Sekunden. In WP vier beschädigte der Weltmeister die Frontpartie seines Subaru Impreza bei einer Wasserdurchfahrt und verlor weitere 30 Sekunden. An der gleichen Stelle büßten Märtin im Ford Focus zwei Minuten und Mitsubishi-Pilot Gigi Galli zehn Minuten ein. Trotz dieser Probleme belegt Solberg Rang drei und hat mit 57,2 Sekunden Rückstand noch alle Chancen, auch auf den Sieg.
In Prüfung sechs kam es für Ford Speerspitze Markko Märtin noch schlimmer: Nach einer weiteren Wasserdurchfahrt wollte das Focus-Triebwerk 40 Minuten lang nicht mehr anspringen. Teamkollege Francois Duval hatte hingegen einen ruhigen Tag und liegt hinter Carlos Sainz auf Platz fünf.
WRC-Ergebnis nach 7 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 1:57.13,8 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 7,5 Sekunden
3. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 57,2 Sek.
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 1.03,3 Minuten
5. Duval/Prevot (Ford Focus) + 1.10,2 Min.
6. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 307) + 1.40,2 Min.
7. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 2.41,8 Min.
8. Tuohino/Aho (Ford Focus) + 3.38,3 Min.
9. H.Solberg/Menkerud (Peugeot 206) + 4.48,6 Min.
10. Yazici/Okan (Ford Focus WRC) + 6.57,9 Min.
42. Märtin/Park (Ford Focus WRC) + 52.58,5 Min.
wichtige WRC-Ausfälle:
WP 4: Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) Elektirk
WP 2: Carlsson/Andersson (Peugeot 206) Unfall
JWRC-Ergebnis nach 7 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Baldacci/Bernacchini (Suzuki Ignis) 2:10.03,8 Stunden
2. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 18,4 Sekunden
3. Chicherit/Baumel (Citroen Saxo) + 57,6 Sek.
4. Broccoli/Agnese (Fiat Punto) + 58,3 Sek.
5. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 1.30,0 Minuten
6. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 2.24,1 Min.
7. Marshall/Pary (Renault Clio) + 6.09,9 Min.
8. Rautenbach/Sturla (Opel Corsa) + 6.35,6 Min.
9. Pons/Julia (Fiat Punto) + 6.50,1 Min.
10. bernardi/Fortin (Renault Clio) + 8.13,3 Min.
11. Cecchettini/Arena (Renault Clio) + 10.28,8
12. WIlks/Pugh (Suzuki Ignis) + 2:34.13,6 Stunden
wichtige JWRC-Ausfälle:
WP 4: Latvala/Antilla (Ford Fiesta) technischer Defekt
WP 3: Barratt/Williamson (Renault Clio) technischer Defekt
WP 3: Biasion/Domenesch (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 3: Meeke/Patterson (Opel Corsa) Unfall
WP 3: Cols/Godde (Renault Clio) Motor
WP 2: Betti/Rosso (Peugeot 206) technischer Defekt
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