Der Australier Kevin Curtain (Yamaha Motor
Deutschland) ist mit drei Siegen zum erfolgreichsten Teilnehmer des 3. Laufes der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft geworden. An diesem Wochenende (19./20. Juni 2004) gewann der Gaststarter aus Toronto NSW beide Superbike-Rennen und auch das Rennen in der Supersport- Klasse.
Außer Kevin Curtain, der sonst in der Supersport-Weltmeisterschaft startet, konnten die 15.500 Zuschauer auch die beiden Piloten aus dem Superstock-EM-Team von Yamaha Deutschland, Didier van Keymeulen (Belgien) und Kenan Sofuoglu (TUR) am Start begrüßen.
Beim Zeittraining am Samstag schaffte der Österreicher Robert Ulm (Suzuki) an seinem 31. Geburtstag die schnellste Zeit. Kevin Curtain hatte sich auf nasser Piste dagegen zurückgehalten und sich mit Trainings-Position elf zufrieden gegeben.
Beim Samstagsrennen der Superbikes lag der Australier ausgangs der ersten Runde bereits in Führung und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel auf über 6 Sekunden aus. Hinter ihm belegte der Österreicher Andreas Meklau (Suzuki) einen ebenso ungefährdeten 2. Platz und holte sich damit die 25 Punkte des besten IDM-Piloten.
Auf Rang drei fuhr zunächst der Türke Kenan Sofuoglu, doch er stürzte in Runde 7 und schied aus. Die Position übernahm Robert Ulm, wurde aber kurz danach von Michael Schulten (Honda) überholt. Schulten wurde Dritter vor Ulm und den beiden Yamaha-Piloten Philipp Hafeneger und Stefan Nebel.
Beim Sonntagsrennen brauchte Kevin Curtain zwei Runden länger, um die Führung zu übernehmen. Aus Runde 1 kam noch der Österreicher Günther Knobloch (Yamaha) in Führung zurück. Hinter ihm fuhren Schulten und Curtain. In Runde vier lag dann bereits Curtain in Front, gefolgt von Schulten und Knoblochs Teamkollegen Stefan Scheschowitsch, der allerdings in Runde neun stürzte. Die neue Reihenfolge Curtain - Schulten - van Keymeulen blieb dann bis zur letzten Runde bestehen. Curtain gewann auch sein drittes Rennen am Wochenende, Zweiter wurde Schulten. Didier van Keymeulen wurde auf der Zielgeraden plötzlich langsam und überließ die dritte Position seinem Markenkollegen Philipp Hafeneger.
Fünfter wurde Robert Ulm vor seinem Landsmann Christian Zaiser und dem Titelverteidiger Stefan Nebel. Der Zweite in der Meisterschaftswertung, Jürgen Oelschläger, büßte mit Rang 8 zwar wertvollen Boden ein, liegt aber mit 103 Punkten hinter Schulten (140) immer noch auf diesem zweiten Platz. Neuer Dritter in der Meisterschaft ist jetzt Philipp Hafeneger.
In der erstmals ausgetragenen Herstellerwertung führt nach sechs Läufen weiterhin Honda vor Suzuki und Yamaha. Dabei konnten am Nürburgring sowohl Suzuki als auch Yamaha ein klein wenig Boden auf Honda gut machen.