Curtain übernahm bereits in der ersten Runde die Führung
Der Australier Kevin Curtain gewann das Supersport-Rennen beim Gastspiel der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Nürburgring (19./20. Juni 2004). Der Gaststarter vom Team Yamaha Motor Deutschland setzte sich bereits in der ersten Runde in Führung und kontrollierte danach das Rennen. Ursprünglich sollte auch Curtains Teamkollege aus der Weltmeisterschaft, Christian Kellner, am Nürburgring starten, musste aber aufgrund einer Erkrankung schweren Herzens absagen.
Hinter dem Australier konnten nur noch Yamaha-Markenkollege Herbert Kaufmann und der Belgier Werner Daemen (Honda) einigermaßen folgen. Daemen passierte Kaufmann zur Hälfte des Rennens und kam kurzzeitig sogar näher an den Spitzenreiter heran. Als Curtain das angezeigt bekam, erhöhte er wieder seinen Speed und hielt den Vorsprung anschließend immer im Bereich von etwa 3 Sekunden.
Die Entscheidung im Kampf um Platz zwei fiel in der letzten Runde, als sich Werner Daemen einen Ausflug in den Kies leistete.
Kaufmann gewann damit Rang zwei und die volle Punktzahl für den besten IDM-Fahrer. Werner Daemen wurde Dritter.
Während der Norweger Kai-Borre Andersen sowohl nach vorn als nach hinten jede Menge "Luft" hatte und ungefährdeter Vierter wurde, rangelten sich der Böhlener Rico Penzkofer und Arne Tode (Glauchau) um Platz 5. In der letzten Kurve war es dann für die beiden Markenkollegen (Yamaha) zu eng. Tode "staubte" durch den Kies und verlor dabei sogar noch Platz sechs an den Niederländer Arie Vos und damit auch die Führung im Titelkampf.
Der Rennsieger vom Hockenheimring, Roman Stamm (Schweiz) kollidierte bereits in der ersten Runde mit Tode und musste mit defekter Kupplung aufgeben. Damit büßte er seinen dritten Platz in der Meisterschaftswertung ein. Hier liegt jetzt Herbert Kaufmann (49 Punkte) knapp vor Tode (47) und dem Norweger Andersen (41) in Front.