Der Auftritt auf der legendären Nürburgring-Nordschleife ist das Rennen des Jahres – auch für die Piloten der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft. „Die ‚Grüne Hölle‘ stellt die höchsten Anforderungen an Fahrer und Fahrzeug“, erklärte die Siegerin Claudia Hürtgen (Aachen) im Ziel. „Ich würde es nicht mit dem Titelgewinn gleichsetzen, aber es ist definitiv der wichtigste Sieg des Jahres, ein Highlight für jeden Rennfahrer.“ Hinter der BMW-Pilotin eroberte Marc Hennerici (Mayen) nach einem Vierrunden-Sprint über die 24,358 km lange Nordschleife des Nürburgrings den zweiten Platz. Überglücklicher Dritter wurde Thomas Klenke (Lemgo), der mit seinem Ford Focus ST auch von Unfällen der BMW-Piloten Franz Engstler (Kempten) und Thomas Winkelhock (Waiblingen) profitierte.
Schon das Startduell hatte Claudia Hürtgen (Schubert Motors) für sich entscheiden können, doch zwischenzeitlich übernahm Pole-Setter Marc Hennerici ebenso die Führung wie später Thomas Winkelhock. Spätestens auf der ultraschnellen Döttinger Höhe wechselte nach packenden Windschattenduellen regelmäßig die Führung. Bestens in Szene setzen konnte sich dabei wiederum der Junior im Feld, Marc Hennerici, der nach seinem zweiten Platz beim Auftaktrennen in Oschersleben erneut ein überlegtes Rennen fuhr: „Ich bin vom ersten Moment an auf Ankommen gefahren – das war genau die richtige Taktik! Ein Fehler auf der Nordschleife, und schon wird das Auto zum Totalschaden. Da nehme ich lieber die Punkte für Platz zwei mit.“ In der letzten Runde konnte sich der zu diesem Zeitpunkt in Führung liegende BMW-Pilot Winkelhock etwas von seinen Markenkollegen absetzen, allerdings stoppte ein Unfall wegen einer Ölspur im Bereich Kallenhard den Vorwärtsdrang des DTC-Champions von 1998. Ein ähnliches Schicksal ereilte Franz Engstler, der sich in der Hatzenbach drehte und in die Leitplanken einschlug.
Ford-Pilot Thomas Klenke konnte aus den Ausfällen von Engstler und Winkelhock Kapital schlagen und sicherte sich den dritten Platz: „Mir fehlte Top-Speed, außerdem lag mein Auto etwas unruhig. Die vier BMW hätte ich nicht mehr gefährden können. Deswegen freue ich mich über meinen Podestplatz natürlich ganz besonders.“ In der Meisterschaft liegt der Champion von 2002 mit 76 Punkten nun auf Rang drei hinter Marc Hennerici (83) und Patrick Bernhardt (78).