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2004-06-14 20:57:49 - ks
24h: Opel mit bravouröser Aufholjagd

(c) ts photo
Opel konnte den Vorjahressieg nicht bestätigen
Beim 32. Int. ADAC 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring belegten die Vorjahressieger Manuel Reuter, Timo Scheider, Volker Strycek und Marcel Tiemann im Opel Astra V8 Coupé nach einer bravourösen Aufholjagd den zehnten Rang. Das Rennen auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus dem Grand-Prix-Kurs und der legendären „Nordschleife“ wurde von stark wechselnden Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Experten qualifizierten das 24-Stunden-Rennen aufgrund dieser erschwerten Umständen als eines der härtesten der Geschichte. Zahlreiche Fahrzeuge drehten sich von der regennassen Strecke und verbrachten zum Teil viel Zeit an der Box für notwendige Reparaturen. Auch die Opel-Mannschaft blieb davon nicht verschont. „Das kann passieren, das gehört zum Rennsport einfach dazu“, bilanzierte Opel-Sportchef Volker Strycek. „Mit unserer Aufholjagd haben wir das Potenzial unseres Autos erneut unter Beweis gestellt.“

Mit Werksteams von Audi, BMW und Opel und zahlreichen starken Privatteams präsentierte sich ein hochkarätiges Starterfeld mit insgesamt 220 Fahrzeugen bei der wohl größten Motorsportveranstaltung der Welt. Rund 220.000 Zuschauer an den vier Veranstaltungstagen sorgten für eine einzigartige Atmosphäre. „Hier zu fahren ist wirklich beeindruckend. Speziell die große Opel-Fangemeinde war eine tolle moralische Unterstützung für uns“, sagte der Schweizer Opel-Werksfahrer Marcel Fässler, der auf dem Nürburgring sein erstes 24-Stunden-Rennen bestritt. Das Opel Astra V8 Coupé mit der Startnummer 5, das er zusammen mit Peter Dumbreck (Schottland) sowie Christian Menzel und Opel-Sportchef Strycek fuhr, war nach einem Unfall am späten Samstag Abend vorzeitig aus dem Rennen.

Das Auto mit der Startnummer 1 musste am Samstag Abend ebenfalls für eine längere Reparatur an die Box. Durch diesen Zeitverlust fiel die Mannschaft auf Rang 70 zurück, kämpfte sich aber in den verbleibenden Stunden ständig nach vorne. „Ab dem frühen Morgen lief unser Auto wie ein Uhrwerk. Wir mussten nur zum Tanken und zum Reifenwechsel an die Box. Ansonsten hatten wir keine Probleme“, berichtete Opel-Testfahrer Marcel Tiemann. Wie bereits im vergangenen Jahr war Opel-Sportchef Volker Strycek auf beiden Fahrzeugen, eingesetzt vom OPC Team Phoenix, als Fahrer im Einsatz. „Neben unserem Engagement in der DTM ist die Teilnahme beim 24-Stunden-Rennen ein weiterer wichtiger Bestandteil des Motorsportprogramms im Hause Opel“, sagt er. „Natürlich ist die Erwartung groß, wenn man als Vorjahressieger an den Start geht. Wir wussten aber auch, dass es sehr schwierig sein würde, diesen Erfolg zu wiederholen. Die Bedingungen machten dieses Rennen in manchen Phasen zu einer Lotterie. Diesmal hatten andere eben etwas mehr Glück, das man im Rennsport auch braucht. Unser Team hat aber sein Bestes gegeben.“


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