24h: Auf der Nordschleife gibt es keine kurze Nacht
Heftiger Regen machte den Boxencrews viel Arbeit
Die erste Meldung am Morgen mit "die Nacht in Kürze" zu überschreiben, wäre ein Witz - auf der Nordschleife gibt es keine kurze Nacht. Trotzdem hier der Versuch, das Geschehen zwischen 0.00 Uhr und 8.00 Uhr in kondensierter Form wiederzugeben: Nachdem der zweite Werks-BMW (#43 - Lamy / Said / Duncan Huisman / Stuck) gegen Mitternacht die zweite Position eroberte, haben die beiden BMW M3 GTR problemlose Stunden im Formationsflug an der Spitze des Feldes hinter sich gebracht. Dritte ist die Manthey-Mannschaft, die in der Nacht nach einem technischen Defekt die Heckschürze des Porsche 911 verlor. Nach der fälligen Reparatur kann das Team zwar weiterfahren, hat sich aber einen Drei-Runden-Rückstand eingehandelt.
An vierter Position liegen die Äbte: #8 (Huisman P. / Stippler / Wendlinger / Abt) fuhren im Abt-Audi TT-R ohne Zwischenfälle durch, während das Schwesterfahrzeug weniger Fortune hatte: Gegen ein Uhr drehte sich Ekblom auf der Döttinger Höhe und schlug mit dem TT-R #7 in die Leitplanke ein. Der fällige Boxenstopp ließ die Mannschaft zurückfallen. Eine phantastische Fahrt absolvierte der Alzen-Porsche: Die Pole-Sitter fuhren bis auf die sechste Position vor. Der verbliebene Werks-Opel mit der Start-Nummer 1 musste mehrfach an die Box: Gegen drei Uhr musste Scheider nach einem Abflug am Schwedenkreuz die Mechaniker bemühen. Durch die Reparatur verlor das Opel Astra V8 Coupé zwei Runden. Zwei Stunden später kam das Fahrzeug erneut außerplanmäßig mit gebrochener Radaufhängung hinten rechts an die Box.
Für Aufregung sorgte in der Nacht mehrfach das Wetter. Teilweise heftige Schauer bescherten den Teams eine unruhige Nacht. Symptomatisch etwa die Situation an Start und Ziel um 2:45 Uhr, als während eines heftigen Regen-Gusses innerhalb einer Runde mehr Fahrzeuge in der Box stehen als über die Ziellinie zu fahren. Einen heißen Ritt durch die Dunkelheit haben auch Roland Asch und Dirk Schoysman hinter sich gebracht: Mit Doppelturns haben sie sich im Falken-Nissan Skyline #44 auf der Nordschleife bis auf die fünfte Position vorgearbeitet.