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2004-06-11 23:47:41 - ks
Youngtimer: Erster Gesamtsieg für die Grafen

(c) Jan Philipp Brucke
"Gotcha Racing" profitierte vom Ausfall von Hulverscheid
Für eine faustdicke Überraschung sorgten beim Youngtimer-Lauf im Rahmen des 32. Int. ADAC Zürich 24h-Rennens Marcus Graf von Oeynhausen aus Bad Driburg und Christian Graf von Wedel aus Frankfurt mit dem Jaguar E-Type aus dem Gotcha Historic Racing Team. Zum ersten Mal in der Geschichte des seit 1994 ausgetragenen Langstreckenrennens für Young- und Oldtimer siegte beim „Int. ADAC Chevy Egons 500“ ein Team aus der Kategorie der Fahrzeuge bis Baujahr 1965. Mit 1:07 Minuten Rückstand wurden Wolfgang und Michael Schrey im Porsche 911 Zweite vor den Siegern von 2001 und 2002, Dr. Wolfgang Wegner-Bscher und Dieter Köll in einem weiteren Porsche Carrera RSR.

Die beiden Grafen aus Hessen profitierten von den wechselhaften Witterungs-bedingungen, denn immer wieder setzte in diversen Streckenabschnitten Regen ein. Reglementsbedingt dürfen Fahrzeuge bis Baujahr 1965 keine profillosen Reifen montieren. Während die moderneren Porsche teilweise mehrfach zum Radwechsel die Boxen aufsuchten, mussten Graf von Oeynhausen und Graf von Wedel nur zwei Mal Tanken. Ansonsten lief der Jaguar E-Type weitgehend problemlos, wenn auch in der Schlussphase in Linkskurven die Karosserie am rechten Hinterreifen schleifte.

Sieg trotz Startprobleme
Zu Beginn hatte es jedoch nicht nach einem Jaguar-Sieg ausgesehen, denn bereits in der Einführungsrunde riss in der Mercedes-Arena der Gaszug. Graf von Oeynhausen reparierte provisorisch mit einem Fahrerhandschuh, rettete sich nach einer kurzen Runde über den Grand-Prix-Kurs in die Boxengasse, ließ einen neuen Gaszug montieren und hetzte dem Feld hinterher. Nach drei Runden führten die Ergebnismonitore die Raubkatze bereits auf Platz 14, in Runde dreizehn übernahmen die Blaublüter die Führung und gaben diese bis ins Ziel nicht mehr ab.

Ausfall für Polesitter Viebahn
Vom Start weg hatte der Trainingsschnellste Jörg Viebahn in Michael Eschmanns Porsche 911 RS die Führung übernommen. Beim planmäßigen Fahrerwechsel an Paul Hulverscheid wurden allerdings falsche Felgen montiert, die am Bremssattel schleiften. Über sieben Minuten vergingen, ehe die Vorjahressieger das Rennen wieder aufnehmen konnten. Ein Motorschaden in der Hatzenbach beendete drei Runden später die Fahrt dann endgültig.

Spannende Zweikämpfe hinter der Spitze
Wolfgang und Michael Schrey vergaben einen möglichen Sieg aufgrund einer Stop-and-Go-Strafe wegen Missachtens einer gelben Flagge. Sie überquerten die Ziellinie auf Gesamtrang drei. Davon profitierte das Fahrer-Duo Wegner-Bscher / Köll, die sich zuvor einen rundenlangen Zweikampf mit den Porsche-Markenkollegen Paul Hunsperger und Andreas Stegemann geliefert hatten. Die fielen nach einer Stop-and-Go-Strafe auf den fünften Rang hinter Daniel Schrey zurück. Donny Wagner / Carlo Schmitz wurden mit ihrem Ford Mustang hervorragende Gesamt-Achte. Als Gesamtzehnte sahen Peter Kroeber und der ehemalige DTM-Champion Per Stureson mit dem Volvo 240 Turbo die Zielflagge, die somit zum bestplatzierten Trophy-88-Fahrzeug avancierten. Das Duo profitierte allerdings vom Ausfall der lange Zeit Führenden Wolfgang Nehse / Martin Scherrer, die eingangs der letzten Runde auf der Start-und-Zielgeraden mit dem BMW M3 E30 ausrollten.
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