Alzen flog in seiner ersten Runde an die Spitze des Feldes
Die Jagd auf die besten Startplätze hat begonnen: Mit dem ersten offiziellen Zeittraining auf dem Nürburgring startete das 32. Int. ADAC Zürich 24h-Rennen am Freitag (11. Juni) zu einem Rennwochenende der Superlative. Auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und der Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke setzte Uwe Alzen im Porsche 996 Turbo (#2 Alzen / Alzen / Bartels / Ludwig) gleich zu Beginn des Zeittrainings die erste Bestmarke. Mit 8:19.288 Minuten fuhr der Betzdorfer die schnellste Runde und distanzierte die Konkurrenz um mehr als elf Sekunden.
Alzen zeigte sich zuversichtlich: „Die Runde war trotz vieler Fahrzeuge auf der Strecke sehr gut. Auf der Döttinger Höhe war leider noch eine Baustelle, dadurch haben wir circa fünf bis sechs Sekunden verloren. Aber die Zeit steht, und die verbleibenden Minuten fahren wir noch für die Fans.“ Mit der zweitbesten Rundenzeit meldete sich der Vorjahressieger in der „Grünen Hölle“ zurück. Opel-Sportchef Volker Strycek setzte sich im Opel Astra V8 Coupé (#5 Dumbreck / Fässler / Menzel / Strycek) mit 8:30.350 Minuten vorläufig auf Gesamtrang zwei. „Mit unserer Zeit sind wir zufrieden. Es ist natürlich schön, in der Startaufstellung ganz vorne zu stehen – das ist aber für Langstreckenrennen nicht so wichtig. Wir testen im zweiten Training noch weitere Reifenmischungen.“
In der Schlussphase legten die Werksmannschaften von Audi und BMW im Kampf um die Bestzeiten noch mal nach – am Ende trennten die beiden knapp acht Zehntelsekunden: Wenige Minuten vor Ablauf der Zeit fuhr Dirk Müller im BMW M3 GTR (#42 Müller / Müller / Stuck) mit 8:32.062 Minuten die drittschnellste Zeit, der Schwede Mattias Ekström holte im Abt-Audi TT-R (#7 Abt / Ekström / Ekblom / Huisman) mit 8:32.907 Minuten vorläufig Startplatz vier. „Die Stimmung rund um die Nordschleife ist einfach gigantisch“, sagt der schnellste Audi-Fahrer, Mattias Ekström. „Das Auto war von Beginn an schnell und komfortabel – die wichtigsten Voraussetzungen für ein 24-Stunden-Rennen. Im zweiten Zeittraining wollen wir den Audi noch im Detail verbessern.“ Pech hatte zu Beginn des Trainings Pedro Lamy im BMW M3 GTR (#43 Lamy / Said / Huisman). Im Bereich Bergwerk touchierte Lamy die Leitplanke und beschädigte die Radaufhängung. „Ich war übermotiviert und einfach zu schnell“, begründet der Portugiese seinen Ausrutscher. „Vor allem für das Team tut es mir leid.“ Das zweite Zeittraining wird von 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr ausgetragen. Start zum Rennen ist am Samstag um 15:00 Uhr.