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2004-06-07 23:41:44 - ks
Top 10: Saisonhighlight auf der Nordschleife

(c) ks design
Die Nordschleife wird der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft einheizen
Das dritte Rennen in der Saison 2004 der Beru Top 10 ist gleichzeitig der Höhepunkt im Kalender: Beim ADAC Zürich 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings sind mit Alfa 147 Cup, DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft, Renault Clio Cup, Seat Leon Supercopa und Ford Fiesta ST Cup fünf Serien aus dem Tuner- und Breitensport-Paket im Rahmenprogramm am Start. Doch die Top 10 ist beim Saison-Highlight am Ring mehr als bloßes Beiwerk. Denn seit fünf Jahren verbindet die Macher des Langstrecken-Klassikers eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Top-10-Organisatoren. Und nicht zuletzt treten im Hauptrennen auch in diesem Jahr Dutzende Teams, Funktionäre und Piloten aus der Beru Top 10 an, die das Gastspiel am Ring zum Doppelstart nutzen.

Bevor allerdings die Startampel für die Kür zwei Mal rund um die Uhr auf „grün“ springt, erwartet auch die Doppelstarter das Pflichtprogramm. Und das lautet: Punkte sammeln in den heiß umkämpften Serien der Beru Top 10. Wobei die Vorzeichen auf noch anspruchsvollere Rennen deuten. Schließlich sind diesmal nicht nur die gewohnten Rivalen der Rennbahn zu bezwingen, sondern auch die mit 24,427 km längste permanente Rennstrecke der Welt, auf der zudem immer mehrere Rennserien parallel gestartet werden. Die Zeittrainings (jeweils eineinhalb Stunden, Donnerstag ab 14.15 Uhr und Freitag ab 8.00 Uhr) absolvieren alle Top-10- Championate gleichzeitig. Die Rennen werden in zwei Läufen am Samstag ausgetragen: Renault Clio Cup und Seat Leon Supercopa gehen gemeinsam mit der als Gastserie antretenden MINI Challenge in einem Rennen an den Start. Hier wie auch im Lauf von DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft, Alfa 147 Cup und Ford Fiesta Cup werden die Serien jeweils im Drei-Minuten-Abstand gruppenweise gestartet und – selbstverständlich – wird auch getrennt um Punkte gefightet. Die Fans rund um die Nordschleife dürfen sich bei den Heats über jeweils vier Runden durch den versetzten Start in jedem Fall auf jede Menge Action freuen – insgesamt werden rund 160 Fahrzeuge in den drei Startgruppen ins Rennen gehen!

Einer der Starter, die der Faszination der Nordschleife gleich mehrfach am Wochenende erliegen, ist Patrick Bernhardt. Der Braunfelser reist mit seinem Ford Focus ST als Führender in der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft an und startet zusätzlich mit Stuntman-Legende Hermann Joha und Produktionswagen-Teamkollegen Thomas Klenke (Lemgo) auf einem Ford Fiesta ST im 24-Stunden-Rennen. In der „Tourenwagen-Bundesliga“ hatte Bernhardt beim Auftaktlauf in Oschersleben diebesseren Karten für sich und konnte in der Serie, deren Fahrzeuge seit diesem Jahr nach dem gleichen technischen Reglement wie in der Tourenwagen-Europameisterschaft vorbereitet werden, mit gerade einmal sieben Punkten vor Marc Hennerici (Mayen, BMW 320i) in Führung gehen. Auch der 22-jährige Eifeler ist beim Endurance-Rennen auf seiner Heimstrecke dabei: Er wird einen BMW320i des Dolate-Teams durch Tag und Nacht chauffieren. Dritter in der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft ist ein BMW-Pilot, der ebenfalls bei den 24 Stunden ins Geschehen eingreifen wird: Franz Engstler (Wiggensbach), Fahrer und Teamchef in einer Person, vertraut in beiden Fällen auf die Dienste eines 320i. Darüber hinaus ist der Inhaber eines Alfa-Romeo-Autohauses aber auch „seiner“ Marke treu: Neben den von ihm im Alfa 147 Cup eingesetzten Fahrzeugen schickt er einen Alfa Romeo GT ins 24h-Rennen, in dem mit Markus Lungstrass (Burscheid) und Felix Wedam (Tuttlingen) unter anderem zwei Starter aus der Serie mit den italienischen Turbo-Diesel-Rennern Platz nehmen. Allen genannten Top-10-Piloten ist allerdings eines gemeinsam: Um den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Klassiker werden sie wohl nicht kämpfen. Für den kommt schon eher die amtierende Meisterin der Produktionswagen-Cracks in Frage: Claudia Hürtgen (Aachen) hat sich für das Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife sicherlich eine Menge ins Pflichtenheft geschrieben. Bei den Produktionswagen wird sie den unbefriedigenden siebten Platz verlassen wollen, im 24-Stunden-Rennen ist ein Platz in den Top 10 kein unerreichbares Ziel. Den bärenstarken BMW M3 GTRS der Scuderia Augustusburg Brühl teilt sie sich mit Teamchef Johannes Scheid, Mario Merten und Oliver Kainz – einer höchst illustre Truppe von Rennassen. Rechtzeitig zum 24-Stunden-Rennen hat die Produktionswagen-Meisterschaft Zuwachs bekommen: Als Gaststarter tritt Rainer Bastuck in einem Opel Astra OPC an, auf einem Ford Focus ST von Wolf Racing geht für den Rest des Saison nun der Niederländer Tim Coronel an den Start.

Nicht nur bei den Produktionswagen ist sowohl der Fight um Meisterschaftspunkte als auch der anschließende Kampf beim 24-Stunden-Rennen mit besonderen Spannungsmomenten verbunden. Aus jeder der Top-10-Serien im Rahmenprogramm gehen Piloten auch im Hauptrennen an den Start. Mit Markus Lungstrass (Burscheid, Alfa 147 Cup), Harald Hennes (Aachen, Ford Fiesta ST Cup) und Peter Terting (Kempten, Seat Leon Supercopa) sind es in drei Fällen sogar die Tabellenleader, die sich den Ausflug in die Grüne Hölle nicht nehmen lassen. Einzig das vor dem Nordschleifen-Rennen mit 77 Zählern punktgleiche Führungsduo im Renault Clio Cup konzentriert sich voll auf sein eigenes Championat: Tobias Schulze (Tagerwerben) und Timo Schupp (Öhringen) liegen nach zwei von acht Veranstaltungen der flinken französischen Renner knapp vor dem Berliner Elmar Jurek in Front.


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