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2004-06-07 14:42:50 - jpb
Top 10: Hans Heyer gibt Comeback

(c) Jan Philipp Brucke
Im Rahmen des 24-Stunden-Rennens startet Heyer als Gaststarter im Alfa 147 Cup
Er war einer der erfolgreichsten Fahrer der legendären Tourenwagen-Ära. 1974 holte Hans Heyer den Europameister-Titel, 1975 und ’76 wurde er Deutscher Meister. Unvergessen sind seine Husarenritte im Gruppe-5-Capri, im AMG-Mercedes-Dickschiff und im Lancia Beta Montecarlo. 1980 und ’81 führte Heyer das Lancia-Team zur Marken-Weltmeisterschaft. Zuletzt war es ruhig geworden um den inzwischen 61-Jährigen mit dem charakteristischen Tirolerhut. Doch die Ruhe ist vorbei. Im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring startet Heyer als Gaststarter im Alfa 147 Cup.

Auf der Nordschleife des Nürburgrings, wo er unter anderem zwei Mal das berühmte 1000-Kilometer-Rennen gewann, trifft Heyer im Alfa 147 Cup auf eine bunte Mischung aus ehrgeizigen Nachwuchsfahrern und abgebrühten Routiniers. Zur ersten Kategorie gehören Markus Lungstrass und Stefanie Halm. Die 19-Jährige aus Ammerbuch wäre beim Saisonauftakt vor vier Wochen beinaheerste Dame auf dem Siegerpodest des Alfa 147 Cup geworden. Geschlagen wurde sie in Oschersleben um wenige Zehntelsekunden von Lungstrass. Der 21-jährige Kfz-Mechaniker-Lehrling aus Burscheid war 2002 der erste Meister in der Geschichte des Alfa 147 Cup und ist vor vier Wochen mit einem Sieg in die neue Saisongestartet.

Einer der Routiniers im Alfa 147 Cup ist Martin Tschornia, derzeit punktgleich mit Markus Lungstrass Tabellenführer. Tschornia kennt in der "Grünen Hölle", wie Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart die Nordschleife des Nürburgrings einmal nannte, jeden Grashalm und zählt zu den Siegfavoriten. Halm, Lungstrass, Tschornia und rund zwei Dutzend Konkurrenten fahren um fast eine halbe Million Euro Preisgeld. Neben der Gesamtwertung werden spezielle Wertungen für Junioren (maximal 21 Jahre alt) und Gentleman-Driver (Alter über 50 Jahre) ausgefahren. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit des Alfa 147 Cup als Rennserie sowohl für ehrgeizige Nachwuchstalente als auch für Fahrer, für die lediglich die Ausübung eines exklusiven Hobbys an erster Stelle steht.

Um maximalen Fahrspaß zu garantieren, tritt der Diesel-Markenpokal von Alfa Romeo normalerweise pro Wochenende gleich zu zwei Rennen an. Der dritte Lauf zum Alfa 147 Cup im Rahmendes 24-Stunden-Rennens bildet die einzige Ausnahme von dieser Regel. Hier treten die Alfisti nur zu einem Rennen an. Dies geht allerdings über vier Runden und ist damit in etwa so lang wie normalerweise Sprint und Hauptrennen zusammen.

Basisfahrzeug für den Alfa 147 Cup ist der Alfa 147 1.9 JTD, dessen Turbodiesel-Triebwerk mit modernster Common-Rail-Technologie in Rennversion rund 119 kW (160 PS) leistet. Die gegenüber den serienmäßigen 115 PS relativ moderate Leistungssteigerung sorgt für niedrige Servicekosten und eine lange Lebenserwartung. Sicherheitsausstattung und Fahrwerk entsprechen dem höchsten Niveau reinrassiger Rennfahrzeuge. So sind die Cup-Fahrzeuge mit einer eingeschweißten Sicherheitszelle extrem robust ausgelegt. Rennschalensitz, Sechspunktgurte und automatische Feuerlöschanlage entsprechen ebenfalls modernsten Sicherheitsstandards.

Anziehungspunkt für die Fans bleibt die "Città Alfa Romeo", das 1.600 Quadratmeter große Boxen-Zelt des Alfa 147 Cup. Nirgendwo können sie besser auf Autogrammjagd gehen oder den Teams aus nächster Nähe bei der Arbeit über die Schulter schauen.


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