Nach dem Einschreiberekord und den wirklich sehr gut besetzten Starterfeldern bei den ersten drei Wertungsläufen des Jahres, wird der Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ eine weitere Bestmarke aufstellen: Für den vierten Lauf der Saison im Rahmen der ADAC Zürich-24 Stunden am kommenden Donnerstag haben über 160 Teams (!) ihre Nennung abgegeben. Der bisherige Rekord datiert aus dem Jahr 1995, wo im Rahmen der 24 Stunden 135 Teams an den Start gingen. In 2003 wurde diese Marke mit 131 Fahrzeugen nur knapp verfehlt.
„Das ist schon absoluter Wahnsinn, was wir in den letzten Tagen erlebt haben“, bringt es Rennleiter Hans-Werner Hilger aus Brühl auf den Punkt. „Der Briefkasten quoll über, das Faxgerät lief heiß und das Telefon stand nicht still. Das Produkt CHC mit seinem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich zu den besten Adressen im deutschen Motorsport entwickelt.“ Die Rundstrecken-Challenge „Hohes Venn“ startet am 10. Juni übrigens gegen 8.30 Uhr und eröffnet somit Deutschlands größte Motorsportveranstaltung.
Angeführt wird die Starterliste von einigen Teams, die den CHC als letzten Test vor den Internationalen ADAC Zürich-24 Stunden nutzen wollen. Uwe Alzen aus Betzdorf und der Plettenberger Michael Bartels rechnen sich gute Chancen aus, mit dem Vitaphone-Porsche 996 GT2 einen neuen Rundenrekord aufzustellen und den von Alzen selbst gehaltenen Rundenrekord von 8.19,396 Minuten zu unterbieten. Im Jahr 2000 drehte der Betzdorfer ebenfalls donnerstags im CHC einen neuen Rundenrekord und feierte dann bei den 24 Stunden einen Gesamtsieg.
Weitere klangvolle Namen in der Starterliste: Volker Strycek (Opel Astra V8 Coupe), Thomas Mutsch/Klaus Panchyrz (V8-Star Audi), Roland Asch/Dirk Schoysmann (Nissan Skyline GT-R), Marino Franchitti/Franz Konrad, Mathias Weiland, Harald Weiland/Achim Schneider, Peter Scharmach/Denis Rostek (alle Porsche 996 GT3), Nasami Miyoshi/Kumi Sato (Mazda RX-7).
Als Tabellenführer nimmt Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod die 12 Runden-Distanz mit dem Harosa-BMW M3 E36 in Angriff. Dieses Mal wieder zusammen mit Sohn Sascha auf dem Beifahrersitz, denn dessen BMW M3 E30 wird für die eigentlichen 24 Stunden geschont. Vater Salzer hat bislang 21,60 Punkte auf seinem Konto. Mit je 21,01 Punkten folgen punktegleich Willi Dohmen/Jochen Krumbach (Aachen/Eschweiler) im KRS-BMW M3 E30 sowie die beiden Kölner Kuno Kuttenkeuler/Michael Schmidtke im MS-Ford Focus ST170. Bei einem Klassensieg können alle drei Teams ihr Punktekonto mächtig aufstocken, alleine in der Klasse von Dohmen/Krumbach, den Specials über 2000 ccm, haben über 20 Teams genannt.
Nach einem Trauerfall in der Familie ist auch endlich wieder der amtierende Meister Ulrich Ehret aus Buchen-Hainstadt mit von der Partie. Der feuerrote BMW 318iS E30 mit der Start-Nummer eins gehört zu den Favoriten bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm, die mit elf Fahrzeugen ebenfalls sehr stark besetzt sind.
Nur 0,12 Punkte trennen derzeit Michaela Lochmann-Trophy-Tabellenführer Holger Träger (Bochum) im VW Golf GTi und Guido Sälzer aus Sprockhövel mit seinem NSU TT. 38 Nennungen für den sogenannten CHC light bedeuten auch hier einen neuen Rekord. Bei den Specials bis 2000 ccm dürfen sich die über 100.000 Fans schon jetzt auf das ewig junge Duell zwischen Holger Träger und den amtierenden Meistern Christof Degener/Dirk Kehrberg (Hattingen/Bochum) in einem weiteren VW Golf GTi freuen. Und bei den Specials bis 1600 ccm wird Guido Sälzer gleich zweimal rot(-weiß) sehen: Jörg Kosmalla/Bürgül Baytekin (Köln/Leverkusen) pilotieren den für die 24 Stunden neu aufgebauten CHC-Opel Corsa, während Benno Cormann aus Neuenrade mit dem etatmäßigen OTTO-Corsa von Jörg Kosmalla an den Start geht.