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2004-06-05 16:00:37 - ks
24h: Michelin bringt rund 3.500 Reifen in die Eifel

(c) ks design
Belastungsprobbe für das schwarze Gold in der "Grünen Hölle"
Bei einem Rennen in der Größenordnung des 24h-Rennens auf dem Nürburgring sprengt der logistische Aufwand des französischen Reifenherstellers den gewohnten Rahmen: Fast 3.500 Rennpneus transportiert Michelin für das kommende Wochenende in die Eifel. Zum Vergleich: Für die beiden schnellsten Markenpokalserien der Welt, den Porsche Carrera Cup und den Porsche Michelin Supercup, produziert Michelin jeweils gut 2.000 Reifen – pro Saison. „Die 40 von uns ausgerüsteten Teams beim 24-Stunden-Rennen setzen Fahrzeuge ein, die auf den unterschiedlichsten Reifengrößen rollen“, erklärt Schneider die enorme Menge. „Diese Zahl multipliziert sich dann mit verschiedenen Laufflächen-Mischungen. Darüber hinaus halten wir selbstverständlich noch einige Intermediates für Mischbedingungen und Regenreifen bereit.“ Tatsächlich lässt sich das Wetter in der Eifel traditionell nur sehr vage vorhersehen. „In den vergangenen beiden Jahren herrschten über das gesamte Wochenende beste Verhältnisse“, erinnert sich Schneider. „Ich habe es aber auch schon ganz anders erlebt...“ Die Palette möglicher Witterungs-Szenarien reicht dabei von sintflutartigen Regenfällen und dichtem Nebel über bitterkalte Nächte bis hin zu extrem hohen Asphalttemperaturen tagsüber.

Doch nicht nur in puncto Wetterbedingungen stellt die Nordschleife die Qualität der Rennreifen auf die Probe: Der vergleichsweise unebene Asphaltbelag, die charakteristischen Höhenunterschiede und überhöhte Kurven wie zum Beispiel die Streckenabschnitte „Fuchsröhre“ oder „Karussel“ malträtieren und stauchen den Unterbau – die so genannte Karkasse – fast ohne Unterlass. Die strapazierten Laufflächen können sich zumindest auf der langen Gerade „Döttinger Höhe“ oder bei der Anfahrt zum „Kesselchen“ etwas abkühlen und regenieren, ansonsten müssen sie sich mit zahllosen Belagwechseln auseinandersetzen. Auf den zahlreichen Bodenwellen drehen die Antriebsräder immer wieder durch, wodurch der Verschleiß nochmals steigt.


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