Feierte im Vorjahr seinen ersten WRC-Sieg: Markko Märtin
Die Rallye Acropolis gehört zu den Dinosauriern der Rallye-WM. Der griechische WM-Lauf zählte schon immer zu den härtesten Events des Jahres, aber auch zu den prestigeträchtigsten. Zur 51. Auflage haben 75 Teams genannt, insgesamt stehen 22 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 377,13 Kilometern rund um Lamai auf dem Programm.
Nach den materialmordenden Schotterpfaden auf Zypern werden auch beim sechsten WRC-Lauf des Jahres Fahrer wie Teams extrem gefordert. Steine, Schlaglöcher, Bodenwellen und hohe Temperaturen sorgen für die vielleicht extremsten Bedingungen des Jahres.
Ford-Pilot Markko Märtin verlor zwar in Zypern die Tabellenführung an Sebastien Loeb, aber mit nur einem Punkt Rückstand kann der Este sicherlich gut leben. Im Vorjahr feierte Märtin in Griechenland seinen ersten WRC-Sieg und setzte damit die gute Serie „ford“: Nach drei Erfolgen mit Colin McRae war dieses bereits der vierte Sieg in Folge für das Blue Oval. Kein Wunder, dass Märtin und Ford-Teamchef Malcolm Wilson optimistisch nach Griechenland reisen. Teamkollege Francois Duval wartet nach diversen Unfällen in den vergangenen Jahren dagegen noch immer auf die erste Zielankunft bei der Acropolis.
Nach der Disqualifikation der Peugeots in Zypern wurde Sebastien Loeb nachträglich zum Sieger erklärt und führt nun die Tabelle an. Bei der Acropolis 2001 siegte der Franzose in der Super 1600-Klasse. Teamkollege Carlos Sainz konnte dagegen schon dreimal gewinnen: 1990 (Toyota), 1994 (Subaru) und 1997 (Ford).
Nach der Blamage von Zypern - nicht homologierte Teile der Wasserpumpe führten zum Wertungsausschluss beider 307 WRC – peilt Peugeot am kommenden Wochenende natürlich die Revanche an. Dass die Piloten Marcus Grönholm und Harri Rovanperä mit dem Peugeot 307 schnell sind, haben die beiden in Zypern mit den Plätzen eins und fünf bewiesen. Aber: Peugeots letzter Acropolis-Sieg war zuletzt im Jahr 1986, damals durch Juha Kankkunen im 205 T16.
Nur Motorprobleme am ersten Tag verhinderten den Sieg von Petter Solberg in Zypern. Auch für Griechenland hat sich der amtierende Weltmeister viel vorgenommen, denn seit dem Debüt in Mexico war der Subaru Impreza WRC2004 absolut konkurrenzfähig. Ohne technische Probleme ist der Norweger sicherlich der Favorit für das kommende Wochenende, vor Märtin, Grönholm und Loeb.
Nach dem blamablen Abschneiden bei den letzten Events hofft Mitsubishi wenigstens auf eine Zielankunft der beiden Werksfahrer Gilles Panizzi und Daniel Sola. Erstmals in dieser Saison ist das Skoda-Werksteam am Start. Die Tschechen können zwar keine Punkte für die Marken-WM sammeln, dieses gilt aber nicht für die beiden Piloten Armin Schwarz und Toni Gardemeister. Um möglichst viele Testkilometern und Erfahrungen zu sammeln, genießt für Skoda das Ankommen eine höhere Priorität im Vergleich zur Top Platzierung. Armin Schwarz seinerseits hat gute Erinnerungen an die Acropolis, wurde der Deutsche in 2000 mit einem Skoda Octavia Gesamt-Vierter.
Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 35; 2. Märtin 34; 3. Solberg 28; 4. Grönholm 24; 5. Sainz 19; 6. Duval 14; 7. Hirvonen; 8. Tuohino 8; 9. Rovanperä, Loix und Panizzi je 4; 12. H.Solberg 3; 13. Valimäki, Carlsson und Ginley je 2; 16. Burri und Campos je 1.
Stand in der WRC (Marken):
1. Ford 55; 2. Citroen 54; 3. Subaru 40; 4. Peugeot 33; 5. Mitsubishi 5.
Stand in der JWRC:
1. Bernardi 10; 2. Aava 8; 3. Meeke 6; 4. Broccoli 5; 5. Cols 4; 6. Baldacci 3; 7. Cecchettini 2; 8. Andersson 1.