Eve Scheer: "Mal eben 24h-Rennen fahren – das geht nicht"
Es sind keine Mutproben und es ist auch kein PR-Gag: Wenn im Rahmen des ADAC Zürich 24h-Rennens auch einige prominente Namen auf der Starterliste auftauchen, dann handelt es sich durchweg um routinierte Amateur-Racer. Nur, wer sich gewissenhaft vorbereitet, kann beim härtesten Rennen der Welt bestehen. Oder wie es die RTL-Moderatoren Carsten Spengemann (DSDS) und Leonard Diepenbrock (Punkt9 / Exklusiv) feststellen: „Kein normaler Mensch stellt sich zum ersten Mal auf Skier und knallt wie ‘Herminator’ die Streif runter. Und die Nordschleife ist wie die Streif – nur für Autos.“
So haben sich die beiden RTL-Moderatoren in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet. Lizenz-Kurs und Fahrertraining standen dabei ebenso auf dem Programm, wie die für jeden Starter beim 24h-Rennen grundsätzlich vorgeschriebenen drei Pflicht-Starts auf der Nordschleife und der obligatorische Lehrgang in Kooperation mit der Motorsport-Akademie Nürburgring. Auf dem BMW 318 iS des Team Faber Finesse nehmen sie nun die längste Nacht auf der längsten Rennstrecke in Angriff.
Eve Scheer: „Mal eben 24h-Rennen fahren – das geht nicht“
Auch eine schnelle TV-Lady tritt bei den 24 Stunden beherzt aufs Gaspedal: Eve Scheer (27) tritt in der Eifel nicht nur bei der Hatz zwei Mal rund um die Uhr an. Die Moderatorin und Schauspielerin (u. a. „Unter Uns“ und „Traumschiff“) startet die ganze Saison im Alfa 147 Cup und vertraut auch im Rennen auf einen der italienischen Renn-Tourenwagen: dem erstmals eingesetzten Alfa GT. Die erfahrene Renn-Amazone bringt auf den Punkt, was wohl für alle prominenten Starter beim ADAC Zürich 24h-Rennen gilt: „Ich mache Motorsport nicht aus Selbstdarstellung – wer das will, sollte nicht an den Start gehen. Mal eben das 24h-Rennen fahren, das funktioniert einfach nicht.“
Musikalische Racer am Start
Beste Streckenkenntnisse und ein gehöriger Schuss Rennerfahrung gehören dazu, wenn man mit über 200 weiteren Startern in einem gemeinsamen Rennen auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt antritt. So weiß Eve Scheer auch von einem weiteren prominenten Starter zu berichten: „Joey Kelly zum Beispiel muss man die Nordschleife nicht mehr erklären – der kennt die Strecke in- und auswendig.“ Der Promi aus dem Musik-Business hat seinen ersten Start schon lange hinter sich und entwickelt sich schon zum alten Hasen auf der Nordschleife. Der irische Musiker wird in diesem Jahr erneut auf einem Peugeot 306 S16 am Start sein – dieses Cockpit teilte er im vergangenen Jahr übrigens mit Eve Scheer. Aber auch weitere schnelle Vertreter des Musik-Business starten beim 24h-Rennen. Etwa Mola Adebisi, der mit einem von den Stunt-Spezialisten der Action Concept GmbH eingesetzten Ford Fiesta antritt. Der DJ wird sich das Cockpit mit den Tourenwagen-Routiniers Patrick Bernhardt und Thomas Klenke sowie Stunt- und Action-Guru Hermann Joha teilen.
Auch ein dritter musikalischer Promi-Starter ist alles andere als ein Neuling im Motorsport: Rapper Smudo (Fantastische 4) gehört in der Langstrecken-Szene am Nürburgring mittlerweile zu den bekannten Größen. Auch für ihn gilt wohl, was Eve Scheer stellvertretend formuliert: „Das 24-Stunden-Rennen ist die Krönung einer ganzen Saison. Das Gefühl, mit einem Rennwagen auf der Nordschleife unterwegs zu sein, ist unbeschreiblich. Trotzdem: Ich steige mit sehr viel Respekt in ein Rennauto ein. Denn so eindrucksvoll das ist: Man muss sich immer der Risiken bewusst sein.“ Zu gleichem Schluss kommt auch DSDS-Moderator Spengemann: „Die Nordschleife ist Faszination pur. Besonnenheit und Mut gehören dazu. Aber Übermut wird meist schnell bestraft und in der Regel richtig teuer.“