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2004-05-27 18:47:32 - rs
SCC: Doppelsieg für Pedrazza im Wetterchaos

Der zweite Lauf zur Super Sprint Challenge auf dem ultraschnellen Salzburgring wird den SCC - Piloten noch lange in Erinnerung bleiben. Das mit 29 Autos sehr gut besetzte Feld der Sport -und Formelwagen litt das ganze Wochenende hinweg unter den sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen mit pausenlosen Regenschauern und Windböen. Am Sonntagvormittag gesellten sich sogar kurzzeitig Schneeschauer dazu. Dem Augenmaß der Piloten ist es zu verdanken, dass es keine Totalschäden gab. Abflüge und Ausrutscher auf der mit Wasser überfluteten Fahrbahn gab es genug.

Am Samstagmorgen zum einzigen Qualifying erwischte es Alexander Zajelsnik im bärenstarken SR1-Lola-Chevrolet, der vom Tschechen Martin Vondrak bei aufsteigender Gischt und schlechten Sichtverhältnissen zwischen der Nocksteinkehre und der Fahrerlagerkurve seitlich getroffen wurde und in die Leitplanken einschlug. Die rechte Seite des Unterbodens am Lola-Sportwagen war hin, kleinere zerfetzte Karosserieteile lagen auf der Piste .Daraufhin entschloss sich Alexander Zajelsnik zur Heimreise, da der Unterboden nicht zu reparieren war.

Mit einer Schrecksekunde für Pole- Mann Emanuel Pedrazza im PRC - Ford (3,5 L F1-Motor) begann am Sonntagmorgen der erste Lauf, der vom Samstag auf Sonntag wegen der schrecklichen Wetterunbilden verschoben worden war. Pedrazza machte vor Brünn-Doppelsieger Peter Milavec (Lola-Audi) die Pace und steuerte nach der ersten Runde die Boxen an. Eine Kleinigkeit am Diffusor musste behoben werden, danach griff Pedrazza ins Renngeschehen erneut ein. Durch die im Qualifying - Wetterchaos erzielten Trainingszeiten hielten sich mehrere Favoriten zu Beginn der 12 Rundenjagd im Mittelfeld auf und versuchten Runde für Runde Boden gut zu machen. Doch es kam anders wie vorhergesehen. Peter Milavec riss der Zahnriemen, bei Gerd Beisel (PRC-Mugen) verabschiedeten sich der 4.und 5.Gang und Wolfgang Payr (PRC-BMW) blieb in der Nocksteinkehre durch einen Rutscher auf die Wiese liegen. Somit übernahmen Arnold Wagner (Reynard-Cosworth) und Rainer Fink (Osella-BMW) das Zepter immer mit dem Blick in den Rückspiegel , zu welchen Zeitpunkt Emanuel Pedrazza auftauchen würde, der eine furiose Aufholjagd hinlegte und zwischen der Nocksteinkehre und der Fahrerlagerkurve im langen Bergaufstück des Salzburgringes mit der Formel 1-Power gleich mehrere Konkurrenten überholte. Zwei Runden vor Schluss war Pedrazza am Führungsduo dran und übernahm eine Runde danach die Spitze.

Arnold Wagner versuchte vor der letzten Schikane nochmals zu kontern. Pedrazza blieb auf seiner Linie und gewann vor dem aktuellen Interserie-Champion und Osella-Pilot Rainer Fink. Die Division 2 der SCC-Light Fahrzeuge entschied Burkhard Stricker (PRC-Opel) vor Manuel Metzger (PRC-Opel) und Wolfgang Dietmann (Argo-Alfa). In der Division 4 der formelfreien Fahrzeuge setzte sich Markus Altenstrasser mit seinem Formel VW durch. Platz zwei ging an Heinz Baltensperger (Dallara-Opel), dritter wurde Formel König Pilot Marcel Baierle. Mit 19 Autos ging das SCC-Feld am Sonntagmittag ein zweites Mal auf die Reise. Der Wettergott hatte ein Einsehen und ließ die Piste trocken obwohl es gut eine Stunde vorher die schon beschriebenen kurzen Schneeschauer gab.

Einige Piloten konnten in Lauf zwei auf Grund technischer Schäden nicht mehr starten. Andere verzichteten auf den Start wegen der anhaltenden unkalkulierbaren Wetterlotterie. So hatte Emanuel Pedrazza im PRC-Ford mit einem überlegenen Start - und Zielsieg leichtes Spiel und verwies in der Division 1 erneut Rainer Fink (Osella-BMW) und Wolfgang Payr (PRC-BMW) auf die Plätze. Für eine Überraschung in der Division 2 sorgte „Roockie“ Manuel Metzger mit einem blitzsauberen ersten Sieg vor Burkhard Stricker (PRC-Opel) und wiederum Wolfgang Dietmann (Argo-Alfa). In der Division 3 der formelfreien Rennwagen bis 3,0 Liter kam Jean Claude Monbaron (Reynard-Judd) zum Sieg. Manfred Kuhn gelang in der Division 4 der 2.0 Liter Klasse der formelfreien Autos mit Platz 3 der Sprung aufs Treppchen. Markus Altenstrasser und Heinz Baltensperger holten wie in Lauf 1 die Spitzenplätze.
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