Die Freude über den ersten Sieg eines 307 WRC war für das Peugeot-Team nur von kurzer Dauer. Am heutigen Mittwoch nahm der Weltverband FIA sowohl Sieger Marcus Grönholm als auch den fünfplatzierten Harri Rovanperä aus der Wertung. Die FIA beanstandete eine nicht konforme Wasserpumpe in beiden Fahrzeugen. Neuer Sieger und somit auch neuer Tabellenführer ist der Franzose Sebastien Loeb.
Unmittelbar nach der Rallye Zypern hatten technische Kommissare im Auftrag der FIA die Wasserpumpen in den Fahrzeugen von Sebastien Loeb und Carlos Sainz (Citroen) sowie Marcus Grönholm und Harri Rovanperä (Peugeot) untersucht. Während die Pumpen in den Citroen dem Reglement entsprachen, musste Peugeot am heutigen Mittwoch zu einer weiteren Anhörung nach Paris. Beide PSA-Konzernschwestern Citroen und Peugeot verwenden zwar denselben Motorblock, aber unterschiedliche Wasserpumpen. Nicht alle Varianten, die in der Serie verbaut werden, wurden für ein World Rally Car homologiert. Während beide Citroen Xsara in der Wertung blieben, wurden beide Peugeots ausgeschlossen, weil Kunststoffschaufeln anstelle von Metallschaufeln verwendet worden waren.
Somit übernahm Loeb wieder die Führung in der Fahrer-WM vor Markko Märtin und Petter Solberg. Marcus Grönholm rutschte auf Rang vier ab. In der Marken-Wertung hat Ford nur noch einen Punkt Vorsprung auf Citroen, Subaru zog an Peugeot vorbei.
Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 35; 2. Märtin 34; 3. Solberg 28; 4. Grönholm 24; 5. Sainz 19; 6. Duval 14; 7. Hirvonen; 8. Tuohino 8; 9. Rovanperä, Loix und Panizzi je 4; 12. H.Solberg 3; 13. Valimäki, Carlsson und Ginley je 2; 16. Burri und Campos je 1.
Stand in der WRC (Marken):
1. Ford 55; 2. Citroen 54; 3. Subaru 40; 4. Peugeot 33; 5. Mitsubishi 5.