Grund zum Jubeln: Trulli feiert seinen ersten GP-Erfolg
Der Sieger des Großen Preises von Monaco heißt Jarno Trulli. Der Italiener feierte im Renault beim prestigeträchtigsten aller Formel-1-Rennen seinen ersten Sieg vor Jenson Button (Honda) und Geburtstagskind Rubens Barrichello (Ferrari). Vorjahressieger Juan Pablo Montoya kam im turbulenten Rennen als Vierter ins Ziel und erntete so fünf WM-Punkte für das BMW WilliamsF1 Team.
„Ich kann kaum beschreiben, was ich gerade fühle“, so Trulli nach dem Rennen. „Das Team hat unser Fahrzeug seit dem Saisonauftakt Schritt für Schritt weiter entwickelt. Damit bin ich gestern auf die Pole gefahren, heute zum Sieg. Ein tolles Gefühl!“
Das Rennen und nicht zuletzt die Entscheidung um den Sieg wurde von drei Zwischenfällen beeinflusst. In der dritten Runde löste sich der Honda-Motor von Takuma Sato in Rauch auf. Die Formel-Flitzer verschwanden geschlossen in Rauchschwaden, nicht mehr heraus kamen David Coulthard und Giancarlo Fisichella. Der Sauber-Pilot raste in das Heck des McLaren Mercedes und kam nach einem Überschlag auf der Leitplanke zum Liegen. Fisichella blieb dabei unverletzt.
An der Spitze fuhren Trulli und sein Teamgefährte Fernando Alonso ein sicheres Rennen, bis Alonso beim Überrunden von Ralf Schumacher übermütig wurde und im Tunnel außen am BMW vorbei wollte. Dabei verlor der Spanier den Grip und schlug in die Streckenbegrenzung ein – das Aus.
Für Michael Schumacher endete das Rennen nach der auf Alonsos Unfall folgenden Safety-Car Phase. In Runde 45, das Führungsfahrzeug hatte bereits ein Ausscheren am Ende der Runde angekündigt, bremste Schumacher im Tunnel, um seine Bremsen erneut aufzuwärmen. Montoya hatte nicht genügend Abstand gehalten und rammte den Ferrari. Schumacher schlug in die Streckenbegrenzung ein und konnte sein havariertes Fahrzeug auf drei Rädern gerade noch in die Boxengasse retten.
„Wenn man in Monaco von Platz neun startet, kann man nicht unbedingt damit rechnen, Vierter zu werden“, sagte Juan Pablo Montoya nach dem Rennen und beschreibt den Zwischenfall mit Michael Schumacher: „Er hat hinter dem Safety Car sehr hart gebremst, offenbar um seine Bremsen für den Neustart anzuwärmen. Ich musste nach rechts ausweichen, aber da war letztlich nicht genug Platz. So haben wir uns berührt.“ Schumacher war sauer: „Es war Dummheit von ihm, die Situation falsch einzuschätzen.“
Nach 77 Runden sahen gerade einmal zehn Fahrzeuge die Zielflagge. Dabei erfreulicherweise in den Punkten: Nick Heidfeld im Jordan auf Platz sieben und beide Toyota-Fahrer, da Matta auf fünf und Panis auf acht.