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2004-05-16 21:30:13 - ju
WRC: Erster Saisonsieg für Marcus Grönholm und den Peugeot 307

Sieg auf Zypern: Marcus Grönholm im Peugeot 307
Marcus Grönholm und Beifahrer Timo Rautiainen haben mit 54 Sekunden Vorsprung die 32. Rallye Zypern gewonnen. Für Grönholm war es der erste Gesamtsieg seit 13 Rallies! Dank diesem Erfolg beim fünften WM-Lauf der Saison hat der zweifache Weltmeister auch die Führung in der Rallye-Weltmeisterschaft übernommen. Citroen-Pilot Sebastien Loeb aus Frankreich wurde zweiter, Markko Märtin fuhr im Ford Focus auf Rang drei.

Grönholm hatte die heutige und letzte Etappe der Rallye mit einem Paukenschlag begonnen. Auf der 25,24 Kilometer langen Prüfung Vavatsinia-Mandra Kambiou „schenkte“ der Finne seinem Verfolger Loeb 22,9 Sekunden ein! Innerhalb von nur dieser einen Prüfung hatte Grönholm seinen Vorsprung somit verdoppelt und auch den letzten Funken Sieges-Hoffnung aus Loebs Cockpit verdrängt. Vor den letzten drei Prüfungen hatte Grönholm komfortable 42,6 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen.

„Ich bin mehr als zufrieden“, strahlte Grönholm. „Ich hatte mir vorgenommen, heute Morgen zu attackieren und es hat funktioniert. Die Taktik war genau richtig und ich freue mich nach dieser Durststrecke mächtig über den Sieg! Zumal es ja auch der erste Sieg für den Peugeot 307 ist!“

Markko Märtin versuchte auch während der letzten Etappe, das Tempo seiner beiden Dauerrivalen mitzugehen. Zumal der Este auch die Tabellenführung nicht kampflos abgeben wollte. Doch die ungünstige Startposition am ersten Tag sowie ein Grönholm in Topform verhinderten ein besseres Ergebnis für Fords Nummer eins. „Platz drei geht in Ordnung. Zwar habe ich die Tabellenführung in der Fahrer-WM verloren, aber noch ist alles möglich. Und bei den Marken haben wir immer noch die Nase vorn.“

Eine falsche Reifenwahl am zweiten Tag hatte Carlos Sainz im zweiten Citroen etwas eingebremst, so dass der Spanier am letzten Tag nur noch auf Sicherung des vierten Platzes bedacht war. Harri Rovanperä wurde auch auf der Finaletappe von Getriebeproblemen eingebremst, sah aber dennoch mit seinem Peugeot 307 als fünfter die Zielrampe.

Vorjahressieger Petter Solberg war am Ende froh, als sechster noch drei WM-Zähler abgestaubt zu haben. Aufgrund von Kühlerproblemen hatte der Norweger auf den Prüfungen vier bis sechs fast zehn Minuten verloren. Eine atemberaubende Aufholjagd manövrierte den Weltmeister wieder bis auf den sechsten Platz vor, 11,8 Sekunden vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen. Janne Tuohino ergatterte im privaten Ford Focus als achter noch einen WM-Punkt.

WRC-Endergebnis nach 18 Wertungsprüfungen:
1. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) 4:58.44,5 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 54,0 Sekunden
3. Märtin/Park (Ford Focus) + 1.09,1 Minuten
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 3.18,0 Min.
5. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 307) + 7.09,0 Min.
6. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 10.23,1 Min.
7. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 10.34,9 Min.
8. Tuohino/Aho (Ford Focus) + 14.10,7 Min.
9. Ginley/Kennedy (Subaru Impreza) + 27.37,8 Min.
10. Campos/Da Silva (Peugeot 206) + 39.56,2 Min.

wichtige WRC-Ausfälle:
WP 17: H.Solberg/Menkerud (Peugeot 206) Motor
WP 12: Warmbold/Price (Ford Focus) Unfall
WP 9: Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) Motor
WP 8: Sohlberg/Lindström (Mitsubishi Lancer) Motor
WP 1: Duval/Prevot (Ford Focus) Rad verloren
WP 1: Valimäki/Honkanen (Hyundai Accent) Getriebe

WP-Bestzeiten:
P. Solberg und Loeb je 6; Grönholm 4; Märtin 1; 1 WP abgesagt

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Grönholm 34; 2. Loeb 33; 3. Märtin 32; 4. Solberg 26; 5. Sainz 18; 6. Duval 14; 7. Hirvonen und Rovanperä je 8; 9. Tuohino 6; 10. Loix und Panizzi je 4; 12. H.Solberg 3; 13. Valimäki und Carlsson je 2; 15. Burri 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Ford 53; 2. Citroen 51; 3. Peugeot 47; 4. Subaru 36, 5. Mitsubishi 5.



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